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Hier ist es am Samstag zu einem schlimmen Gleitschrim-Unfall gekommen: Wallberg.

50-Jähriger schwer verletzt

Münchner stürzt mit Gleitschirm ab - anderer Segler verärgert Retter

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Ein Münchner (50) ist am Samstag mit seinem Gleitschirm am Wallberg abgestürzt. Er verletzte sich dabei schwer. Das Verhalten eines anderen Gleitschirm-Fliegers macht unterdessen sprachlos.

Bad Wiessee - Ein Ausflug in die Luft endete für einen Gleitschirm-Segler am Samstagnachmittag am Wallberg in einem schweren Unglück. Gegen 15.10 Uhr war der Münchner (50) am Startplatz Kircherl gestartet, er flog nach Osten auf die Wallbergnordseite, wo er im Hangaufwind an Höhe gewann. Doch plötzlich, so berichtet die Polizei, klappte sein Gleitsegel großflächig ein. Dem Piloten gelang es nicht, das Segel zu korrigieren - er stürzte ab und zog sich dabei schwere Rücken-Verletzungen zu. 

Die Bergwacht Rottach-Egern und die Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 1 eilten zu dem Verunglückten und kümmerten sich noch an der Unglücksstelle um den abgestürzten 50-Jährigen, dann wurde er in die Unfallklinik Murnau geflogen.

Während des Einsatzes kam es allerdings zu einem ärgerlichen Zwischenfall - und zwar durch einen anderen Gleitschirm-Piloten. Der dachte nämlich gar nicht daran, sich aus dem Einsatzgebiet zurückzuziehen. Nein, stattdessen flog er weiter im Bereich des Rettungshubschraubers. Laut Flugbetriebsordnung muss der Luftraum bei Notfällen mit Hubschraubereinsatz weiträumig freigehalten werden - das ignorierte der Segler offenbar. Daher war der Rettungspilot dazu gezwungen, neben seinem vorrangigen Job, den Verunglückten zu bergen, auch noch den umherfliegenden Gleitschirm-Flieger zu beobachten, um einen weiteren schweren Unfall zu vermeiden. 

Als der uneinsichtige Gleitschirm-Pilot den Boden erreichte, nahm die Polizei die Personalien des Mannes auf. Außerdem kassierte er vom örtlichen Gleitschirmverein ein Startverbot am Wallberg.

Am Wallberg war es erst Anfang des Jahres zu einem weiteren schweren Unglück gekommen. Ein Rodler war in eine andere Schlittenfahrerin gerast, die wegen ihres gestürzten Sohnes auf der Piste stehengeblieben war. Die 47-Jährige erlitt dabei mehrere Brüche und musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden.

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