Stehen bereits in den Startlöchern für den Fasching dahoam: Franziska Schlichtner mit ihren Kindern Viktoria und Maximilian.
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Stehen bereits in den Startlöchern für den Fasching dahoam: Franziska Schlichtner mit ihren Kindern Viktoria und Maximilian.

Franziska Schlichtner (33) sammelt Fotos und zeigt sie her

Rottacherin organisiert „Fasching(szug) dahoam“: Das steckt dahinter

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Ein Jahr ganz ohne Fasching? Für die Rottacherin Franziska Schlichtner (33), Mutter von zwei Kindern, kam das nicht in Frage. Sie organisiert deshalb den „Fasching(szug) dahoam“ - und hofft, dass viele mitmachen.

Rottach-Egern – Alle zwei Jahre – immer dann, wenn kein großer Faschingszug am Tegernsee ansteht – organisieren die Ortsvereine von Rottach-Egern einen Gaudiwurm eigens für die Kinder. Heuer wäre es wieder soweit gewesen. Weil aber Corona keinen Spaß versteht, muss auch diese Gaudi entfallen. Um in den Familien trotzdem ein wenig Stimmung zu verbreiten, hat sich das Organisationsteam des Rottacher Kinder- und Jugendfaschings eine coronakonforme Alternative einfallen lassen: den „Fasching(szug) dahoam“. Was dahinter steckt, erklärte uns Organisatorin Franziska Schlichtner (33), selbst Mutter von zwei vier und fünf Jahre alten Faschingsfans.

Frau Schlichtner, ein „Fasching(szug) dahoam“ – wie kommt man auf so etwas?

Franziska Schlichtner: Die Idee ist gemeinschaftlich im Organisationsteam entstanden. Wir fanden es einfach schade, dass der gesamte Fasching ausfallen muss – gerade für die Kinder. Deshalb haben wir gesagt: Lasst uns Fotos von Faschingsfeiern in den Familien sammeln und dann herzeigen.

Wie genau soll die Aktion ablaufen?

Franziska Schlichtner: Die Familien sollen in ihrem eigenen Haushalt – also coronakonform – Fasching feiern und uns ein Foto davon zuschicken. Wir drucken die Bilder dann aus und hängen sie auf den momentan sowieso leeren Veranstaltungstafeln der Gemeinde auf. Damit entsteht dann sozusagen ein „Faschingszug durch den Ort“. Wir hoffen, dass die Leute dann beim Spazierengehen viele Faschingswütige zu sehen bekommen.

Das Projekt soll in erster Linie die Kinder über den ausgefallenen Fasching hinweg trösten, oder?

Franziska Schlichtner: Ja, denn die Kinder planen zum Teil schon seit Weihnachten, was sie an Fasching machen. Meine Tochter und mein Sohn zum Beispiel sind ganz heiß auf den Fasching und haben auch schon ihre Kostüme hergerichtet.

Für viele ist es in dieser Zeit trotzdem nicht leicht, in Stimmung zu kommen. Deshalb liefert Ihr bei Bedarf auch die richtige Ausrüstung zu den Leuten nach Hause. Wie darf man sich das vorstellen?

Franziska Schlichtner: Wer sich bei uns meldet, bekommt eine Überraschungstüte mit Zubehör für eine Faschingsparty zuhause. Was genau drinnen ist, wollen wir noch nicht verraten. Nur so viel: Damit soll die Feier so richtig in Gang kommen.

Bei dem vielen Stress in den Familien – Stichwort Homeschooling – wird es nicht leicht sein, die Leute zu motivieren.

Franziska Schlichtner: Natürlich ist jeder momentan sehr beschäftigt. Wenn unser „Fasching(szug) dahoam“ nicht funktioniert, weil es zu wenig Rücklauf gibt, dann haben wir es wenigstens probiert. Ich selber führe normalerweise ein Gästehaus, darf das aber momentan natürlich nicht öffnen. Und meine Kinder haben noch kein Homeschooling – daher wollte ich meine Zeit in ein Projekt wie dieses investieren.

So kann man bei der Aktion mitmachen

Familien, die sich am „Fasching(szug) dahoam“ beteiligen möchten, können das Bild ihrer Faschingsparty bis 10. Februar an die Adresse rottacher-fasching@web.de mailen. Die zugehörige Ausrüstung (Fasching in der Tüte) können Interessierte bis 3. Februar ebenfalls unter dieser E-Mail-Adresse anfordern.

Lesen Sie hier: Aktion in Bad Wiessee: Kinderbilder bringen Farbe in den Corona-Alltag

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