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Im Rixnerhaus an der Tegernseer Rosenstraße hat der Alpenverein eine Geschäftsstelle eingerichtet. Die Vorsitzende Christine Miller (l.) und Leiterin Caroline Ziegler freuen sich über den gelungenen Start.

„Wir haben einen Wahnsinnszulauf“

Neue Geschäftsstelle: Alpenverein berät in Rosenstraße

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Der Zuwachs ist rasant: 2600 Mitglieder hat die Sektion Tegernsee des Deutschen Alpenvereins (DAV) inzwischen. Und jetzt auch eine eigene Geschäftsstelle an der Rosenstraße. 

Tegernsee – Seit nun bald sechs Jahren steht Christine Miller an der Spitze der Sektion Tegernsee. 600 Mitglieder sind seit Beginn ihrer Amtszeit hinzugekommen. „Wir haben einen Wahnsinnszulauf“, sagt Miller. Eine Freude für sie, aber auch viel Arbeit für den ehrenamtlichen Vorstand. Gerade noch bewältigen ließ sich das wachsende Aufgabengebiet bis zum Tod von Schatzmeister Leonhard Stahlberg im vergangenen September. „Danach war die Not groß“, gesteht Miller.

Stahlberg war der einzige Rentner im Vorstandsteam, die anderen Ehrenamtlichen sind voll berufstätig.

Wenn Miller abends von der Arbeit nach Hause kam, fanden sich unzählige Anfragen an den Alpenverein auf dem Anrufbeantworter. „Und die Leute waren verwundert, dass den ganzen Tag über keiner erreichbar war“, berichtet Miller. Ihr wurde klar: Nur nach Feierabend lässt sich die Sektion nicht mehr führen. „Wir wollen den Mitgliedern ja auch Service bieten“, meint Miller.

Von der Idee einer eigenen Geschäftsstelle bis zur Umsetzung verging wenig Zeit. „Ich habe mir einen Raum in einem traditionsreichen Haus in einer traditionsreichen Straße in Tegernsee gewünscht“, berichtet Miller. Ein Gespräch mit dem Tegernseer Bürgermeister Johannes Hagn brachte sie schnell an die richtige Adresse: Im Rixnerhaus in der Rosenstraße stand nach dem Auszug eines Nagelstudios ein kleiner Laden zur Verfügung. Die Hausbesitzerin und der Verein wurden sich schnell einig, der Umbau ging dank tatkräftiger Helfer zügig über die Bühne.

Offiziell eingeweiht wird die kleine Geschäftsstelle am Freitag, 23. Juni. Geöffnet hat sie bereits jetzt, immer montags von 18 bis 20 Uhr und mittwochs von 9 bis 13 Uhr. In dieser Zeit steht Geschäftsstellenleiterin Carolin Ziegler, gleichzeitig Tourenwartin, für alle Fragen rund um die Sektion zur Verfügung.

„Wir waren total überrascht, wie viel Laufkundschaft da kommt“, berichtet Miller. Urlauber wie Einheimische fragen nach Tourentipps und Karten, erkundigen sich nach den Leistungen des Alpenvereins. „Viele wissen ja gar nicht, welche Vorteile man als Sektionsmitglied hat“, meint Miller. Wenn Besucher mehr über die Ausflugsmöglichkeiten und Unterkünfte wissen wollten, schicke man sie ins nahe gelegene Haus des Gastes. „Aber wir freuen uns, dass unser Angebot ankommt.“ Dem Verein sei es wichtig, präsent zu sein, macht Miller deutlich. Während des Bergfilmfestivals etwa werde die Geschäftsstelle täglich geöffnet sein, und die Vorsitzende mit an Bord. „Da nehme ich mir Urlaub.“

In erster Linie ist die Geschäftsstelle allerdings für die Verwaltung der bestehenden Mitgliedschaften und organisatorische Aufgaben rund um die Sektion verantwortlich. Die Leiterin ist auf 450-Euro-Basis angestellt. „Für mich ist das eine Riesen-Erleichterung“, erklärt Miller.

Den Servicebereich will die Sektion mit ihrer Geschäftsstelle je nach Bedarf und Möglichkeiten in der Zukunft noch ausweiten. Auch, was den Verleih von Gerätschaften für alpine Touren angeht – zum Beispiel von Lawinenpiepsern.

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