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Zu wenig Platz bietet derzeit der alte Pfarrhof in Rottach-Egern. Vermutlich ab 2017 wird das Gebäude saniert und erweitert.

Zusage von Ordinariat liegt vor

Pfarrhof-Sanierung endlich greifbar

Rottach-Egern - Schon lange plant die Pfarrei Egern eine Sanierung ihres Pfarrhofs. Die Pläne mussten mehrfach überarbeitet werden. Mittlerweile steht zumindest die Finanzierung des Projekts.

Im alten Pfarrhof von Rottach-Egern fehlt es an Platz. „Wir sind da schon lange sehr eingeschränkt“, sagt Monsignore Walter Waldschütz als zuständiger Pfarrer. Seit über zehn Jahren laufe der Antrag zur Sanierung des Pfarrhofs, jetzt habe man endlich grünes Licht von Seiten des Ordinariats. Dennoch muss die Pfarrei eine weitere bürokratische Hürde nehmen.

Die Gesamtkosten für die Sanierung des Gebäudes inklusive Anbau belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro. 150.000 Euro bezahlt die Pfarrei Egern aus eigener Tasche, 200.000 Euro – das beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung – steuert die Gemeinde Rottach-Egern ab 2017 in zwei Raten bei. „Den Rest bezahlt das Ordinariat München“, freut sich Kirchenpfleger Kajetan Liedschreiber.

Die Finanzierung ist also gesichert. Auch die Planung steht mittlerweile im Großen und Ganzen. Der vordere Bereich, also die Westseite des Pfarrhofs, soll in Zukunft das Pfarrbüro beherbergen, im hinteren Teil werden Jugendräume entstehen. Außerdem ist dort die Bücherei angedacht.

Zudem soll an Stelle der maroden Holzgaragen ein Anbau entstehen. „Dort wird ein Pfarrsaal gebaut, der Platz für bis zu 100 Personen bietet“, erklärt Liedschreiber. Im zugehörigen Keller sind dann die Heizungsanlagen und die Technik untergebracht. Auch das Heilige Grab, das bisher nur alle zwei Jahre bestaunt werden konnte, soll im neuen Pfarrsaal Platz finden. „Wir wollen auf der südlichen Seite des neuen Gebäudes eine Möglichkeit schaffen, das Heilige Grab zumindest in Teilen ganzjährig auszustellen“, sagt Liedschreiber.

Obendrein soll mit der Sanierung des Pfarrhofs auch der Parkplatzproblematik in diesem Bereich entgegengewirkt werden. „An Stelle des Pfarrgartens sind Stellplätze auch für die Schule angedacht“, erzählt der Kirchenpfleger.

Bis zum Baubeginn wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Zwar ist die Angelegenheit mit dem Landratsamt bereits besprochen, die offizielle Genehmigung der Gemeinde steht aber noch aus. „Wir werden unsere Pläne in der Juni-Sitzung des Bauausschusses einreichen“, sagt Liedschreiber. „Die Genehmigung wird dann wohl im Herbst erfolgen.“ Dann könne die Ausschreibung beginnen.

Mit dem Start der Baumaßnahmen rechnet der Kirchenpfleger im Frühjahr 2017. „Eröffnen können wir aller Voraussicht nach erst in vier Jahren“, sagt Liedschreiber. „Schließlich steht das Gebäude unter Denkmalschutz.“ Die entsprechenden Auflagen kosten eben Zeit.

Bastian Huber

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