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Achtung an der Egerner Bucht: Dort lauert ein aggressiver Schwan.

Vogelschützer warnt

Am Tegernsee: Schwan greift SUP-Fahrer an - er hat seinen Grund

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Achtung liebe SUP-Fahrer in der Egerner Bucht. Hier schwimmt ein Schwan, der euch so gar nicht mag - und euch ganz übel angreift. Allerdings gibt es dafür eine Erklärung.

Rottach-Egern - Mit einem ausgewachsenen Höckerschwan ist nicht zu spaßen – vor allem dann nicht, wenn er sein Junges verteidigt. Das bekommen derzeit auch Mensch und Tier im nördlichen Bereich der Egerner Bucht in Tegernsee-Süd zu spüren. „Hier lebt momentan ein sehr aggressiver Höckerschwan“, teilte gestern Wolfgang Hiller vom Landesbund für Vogelschutz (LBV), Kreisgruppe Miesbach, mit. 

Er appelliert an die Wassersportler, sich von diesem Bereich fern zu halten und den Mindestabstand zum Ufer einzuhalten. Schon mehrfach ist der Schwan auf Gänse, andere Vögel, aber auch auf Stand-Up-Paddler losgegangen, weiß Hiller zu berichten. „Die werden ganz schön massiv“, erklärt der Fachmann. Der betreffende Schwan versorge momentan in der Egerner Bucht seinen Nachwuchs und verteidige daher mit allen Mitteln sein Territorium. 

„Der schwimmt auf den vermeintlichen Feind zu, beschleunigt und hebt dann auch ein bisserl in die Luft ab“, schildert Hiller das Verhalten der imposanten Tiere. Das könne einem Menschen schon gehörig Angst machen. Schließlich kann ein Höckerschwan eine Spannweite von bis zu 2,40 Metern erreichen. Ob es sich bei dem Schwan in der Egerner Bucht um ein Weibchen oder ein Männchen handelt, konnte Hiller nicht sagen. Schließlich kümmern sich bei den Schwänen beide Elternvögel um ihre Jungen, bis diese flügge werden. Ähnliche Situationen wie die in der Egerner Bucht gebe es am Tegernsee immer wieder, berichtet Hiller. „Jedes Jahr um diese Zeit, wenn die Schwäne ihre Jungen haben.“ In ein paar Wochen, meint er, dürfte der Spuk dann wieder vorbei sein.

gab

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