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Die Traglufthalle nach dem Zusammensacken.

Verlief das Luftablassen kontrolliert?

Gerüchte um Rottacher Traglufthalle

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Rottach-Egern - Am Sonntag sackte die künftige Flüchtlings-Unterkunft zusammen. Kontrolliert, sagt das Landratsamt. Augenzeugen bezweifeln diese Version.

Als die gerade aufgestellte Traglufthalle am Rottacher Birkenmoos am vergangenen Sonntag in sich zusammensank, brannte innen noch das Licht. Eilig liefen Arbeiter aus der Halle. Beobachtet hat dies ein Anwohner, der sich sicher ist: „Die Halle ist doch nicht kontrolliert abgelassen worden. Sonst wären die Arbeiter draußen gestanden und hätten sich das Ganze entspannt angeschaut.“

Damit widerspricht der Anrufer der Aussage des Landratsamtes. Dessen Sprecher Birger Nemitz erklärt, die Halle sei von der Firma Paranet kontrolliert abgelassen worden, um Schäden zu vermeiden. 

Soll hier etwas vertuscht werden? 

Der Nachbar ist davon überzeugt, dass hier etwas vertuscht werden soll. Und offenbar nicht nur er. „Das geht hier rum im Ort“, meint der Rottacher, dessen Name der Redaktion bekannt ist. Für ihn ist klar: Die Halle war der Witterung nicht gewachsen. „Ich finde es bedenklich, in einer solchen Halle Flüchtlinge einzuquartieren.“ Unterdessen versichert Nemitz, dass nichts aus dem Ruder gelaufen sei. Die Halle sei lediglich schneller zusammengefallen als von den Arbeitern erwartet. Darum sei wohl bei den Beobachtern ein falscher Eindruck entstanden. Das schnelle Zusammensacken habe technische Gründe. Weil der Gasanschluss noch nicht in Betrieb sei, habe die Traglufthalle noch nicht geheizt werden können. Darum sei Schnee auf dem Hallendach liegengeblieben. Dessen Gewicht habe die Hülle nach unten gedrückt. Zudem war weniger Luft in der Halle als sonst, weil nur ein schwächeres Gebläse als üblich verwendet werden konnte. Im Echtbetrieb werde das nicht vorkommen, so Birger Nemitz.

Selbst wenn die Halle einmal zusammenfallen sollte, sorge eine – jetzt noch nicht installierte Bande – dafür, dass die Hülle nicht ganz flach auf den Boden sinke, sondern ein Weg bis zur Tür frei begehbar bleibe. Die Firma Paranet habe Hallen im Stubaital und in Norwegen aufgestellt, erklärt der Landkreis-Sprecher. Der Betrieb laufe ohne Probleme. „Da wird es doch auch im Oberland funktionieren."

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