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Florian Marshall (34) sitzt für seine Forschungsarbeit viel am Computer.

Neue Serie: Arbeitslosigkeit hat ein Gesicht

Rottacher Umwelttechniker sucht Teilzeit-Job im Tal

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Rottach-Egern - In unserer Serie stellen wir jeden Monat einen Arbeitssuchenden aus dem Landkreis vor. Diesmal: Florian Marshall (34), Umwelttechniker aus Rottach-Egern.

In einer Gartenlaube in Rottach-Egern sitzt Florian Marshall und ist in seinen Computer vertieft. Der 34-Jährige vertreibt sich aber nicht die Zeit mit Facebook oder Computerspielen – er schreibt seine Doktorarbeit. Bis er die fertig hat, würde der Rottacher aber gerne nebenbei arbeiten, zumindest in Teilzeit. Das Gebiet, in dem er eingesetzt werden könnte, ist groß.

Marshalls Studienweg ist lang. In Stuttgart studierte er Umwelttechnik und hat einen Abschluss als Diplom-Ingenieur. Im Anschluss arbeitete der Rottacher an der Universität Augsburg im Bereich Lehre und Forschung am Institut für Geografie. „So konnte ich auch Erfahrungen sammeln, vor Leuten zu sprechen“, erzählt der 34-Jährige. Seine Arbeit darf er nun aber nicht fortsetzen. Per Gesetz ist seine Stelle auf sechs Jahre befristet – die sind jetzt vorbei.

An der Augsburger Uni ist Marshall aber trotzdem noch. Denn dort schreibt er nun an seiner Forschungsarbeit. „Vor etwa einem Jahr habe ich angefangen“, erzählt er. Es geht dabei um hydrologische Simulation – alles auf Englisch. Was sich für Außenstehende wie eine Fremdsprache anhört, ist für den 34-jährigen Umwelttechniker ein großes Anliegen. Es geht unter anderem um Wasserhaushalt und Oberflächengewässer. Marshall entwickelt dazu ein Modell, das er selbst am Computer programmiert. „Beispielsweise könnte man damit eine Hochwasservorhersage treffen“, erklärt der angehende Doktor. Die verschiedenen Programmiersprachen hat er sich selbst angeeignet.

Der Umweltschutz war, was Marshall in erster Linie zu seinem Studium motivierte. „Viele arbeiten hinterher in Ingenieurbüros“, erzählt der Rottacher. Dort sieht er sicher aber eher weniger. Der Naturliebhaber sucht einen Job, der mit Wasser zu tun hat. Marshall denkt dabei an die Wasserwirtschaft oder Wasserversorgung. Aber auch im Bereich erneuerbare Energien oder im Natur- und Landschaftsschutz könnte er sich vorstellen zu arbeiten.

Da der Rottacher seine Bleibe am Studienort Augsburg zahlen muss, wäre momentan eine Anstellung auf Teilzeit optimal. Nach der Doktorarbeit – wohl zwischen sechs und zwölf Monaten dauert es noch – würde Marshall dann gern fest arbeiten. Woran es liegt, dass er bislang noch nichts gefunden hat, kann er nicht sagen. „Stellen wären eigentlich schon da.“

Wenn er nicht gerade am Computer sitzt oder die Nase in wissenschaftliche Bücher steckt, macht der Rottacher gern Musik. Marshall spielt Gitarre und Bass „auch in einer kleinen Jazz-Kombo“, erzählt er. Doch schnell zieht es ihn dann wieder in die Tiefe der Umwelttechnik. „Grundlagenforschung liegt mir“, sagt der 34-Jährige über sich. „Ich will nicht nur an der Oberfläche kratzen.“

Die aktuellen Zahlen vom Arbeitsmarkt im Monat Mai sind positiv. Die Arbeitslosenquote ist auf 2,6 Prozent gesunken.

Kontakt aufnehmen

können interessierte Arbeitgeber über die Agentur für Arbeit unter Holzkirchen.122-Vermittlung@arbeitsagentur.de

Über die Serie Arbeitslosigkeit hat ein Gesicht:

Pünktlich zu den aktuellen Zahlen stellen wir jeden Monat einen Arbeitssuchenden aus dem Landkreis vor. Interessierte können mit unserer Autorin Nina Probst Kontakt aufnehmen.

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