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Der Probenraum dient jetzt als Aufnahmestudio: Die Rottacher Band Hoamatbeat mit (v.l.) Stephan Stacheter, Sebastian und Florian Kölbl sowie Florian Stecher.

Auch ohne Slalom-DM: Open-Air-Party mit Hoamatbeat im Rottacher Kurpark

Live-Kostproben vom ersten Album

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Die Rennen der Slalom-DM am Tegernsee sind zwar abgesagt - aber die Party, die im Vorfeld einheizen sollte, findet trotzdem statt: Die Band Hoamatbeat aus Rottach-Egern gibt am Wochenende beim Open Air im Kurpark Rottach-Egern live Kostproben aus ihrem ersten Album, das gerade in Arbeit ist.

Rottach-Egern – Die Rennen sind zwar mangels Schneelage abgesagt – aber die Party am Samstag, 29. Dezember 2018, im Rottacher Kurpark, die eigentlich den Auftakt zur Deutschen Meisterschaft im Slalom am Sonnenbichl markieren sollte, steigt: Die Rottacher Newcomer-Band Hoamatbeat spielt von 19.30 Uhr ein zweistündiges Open Air-Konzert im Kurpark-Pavillon. Der Eintritt ist frei, die Besucher werden stattdessen um Spenden für die fünf Skiclubs im Tal gebeten. Florian Stecher (Gesang und Gitarre), Florian Kölbl (Trompete) und Sebastian Kölbl (Kontrabass) und Stephan Stacheter (Keyboard) geben dabei auch Kostproben ihres Albums, das gerade in Arbeit ist.

Mit ziemlich viel Rückenwind ging es für die Rottacher Band bergauf, seit sie vor fast genau einem Jahr im Seeforum ihre gleichermaßen kraft- und gefühlvollen Songs bei einem richtig großen Konzert präsentierte. Im Mai begeisterten Hoamatbeat gemeinsam mit den anderen Lokalmatadoren von Trovasur. Die jungen Musiker ließen sich auch nicht davon entmutigen, dass ihnen einen Tag nach ihrem ersten Erfolg bei einem Einbruch eine E-Gitarre und Zubehör samt Trinkgeldkasse aus ihrem Probenraum gestohlen wurden – ein Gesamtschaden von 5000 Euro. „Wir haben halt mehr gespielt und noch härter gearbeitet, um das Equipment wieder zu ersetzten“, sagt Bandleader Stecher schulterzuckend. Versichert gegen Diebstahl war Hoamatbeat zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

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Ihrem Probenraum in der Kißlingerstraße sind sie nicht nur treu geblieben. Um ihr erstes Album aufzunehmen, haben sie den Kellerraum inzwischen zum Tonstudio umfunktioniert. „Wir hatten uns für 2018 Aufnahmen unserer Musik vorgenommen“, erzählt Stecher. „Aber weil eine professionelle Produktion so extrem viel kostet, haben wir uns nach ersten Demoaufnahmen für unser Homestudio entschlossen“, sagt er lachend. Für die Akustik haben sie den Raum mit Decken ausgehängt, haben sich die entsprechende Aufnahmetechnik und Mikros geleistet. Parallel arbeiten sie an einer Homepage, von der ihre Musik dann auch downloadbar ist – neben den gängigen Portalen wie Spotify, Juke oder Youtube.

Die ersten zwei Lieder, ihre Hits „Wurzeln“ und „I bleib steh“, haben sie bereits eingespielt. Vor Weihnachten waren sie daran, sie abzumischen. „Das Ganze ist eine Herausforderung, die Spaß macht. Es ist ein learning by doing. Und ein tolles Gefühl, wenn du alles in deiner eigenen Hand behältst.“ Da merke man erst, was alles hinter einem Song oder Hit steckt, wie viel Zeit und Geduld.

Damit haben sich die Stücke auch musikalisch noch einmal etwas verändert, inhaltlich weiterentwickelt. „Wenn wir ein Lied schreiben und arrangieren, steht es irgendwie, ist vermeintlich fertig und wird nicht mehr angefasst – bisher. Jetzt haben wir uns noch einmal drangemacht und haben überlegt, wie wir es noch interessanter machen können, zum Beispiel im Hinblick auf die Trompeten, den Bass und das Klavier.“ Das Projekt hat sie den Blick aufs große Ganze gelehrt.

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Was sie live draufhaben, wollen Hoamatbeat mit ihrem Open-Air-Party-Konzert im Pavillon des Kurparks in Rottach-Egern unter Beweis stellen. „Wir hoffen, dass viele Leute aus der Region und aus den Skiclubs zum Feiern kommen und dass uns viele Urlauber kennenlernen“, sagt Stecher: „Wir sorgen für einen guten Sound, damit das Konzert zum Jahresabschluss 2018 was Besonderes wird.“

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