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Kann sich nicht beklagen: Rainer Schlichtner hat trotz zuletzt wenig Schnee immer genügend Kunden in seinem Sportartikelgeschäft in Rottach-Egern. Die Nähe zum Berg macht sich da bemerkbar.

Ausrüstung kaufen und leihen

So läuft das Geschäft mit Winter und Schnee

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Rottach-Egern – Rainer Schlichtner spricht im Interview über das Geschäft mit dem Schneesport. Trotz schleppendem Winteranfang ist seine Bilanz positiv. 

Es ist der dritte Winter in Folge, der nicht so recht in Schwung kommen wollte. Weihnachten ohne Schnee – in den Skigebieten macht sich das bemerkbar, wenn auch es laut den Bergbahn-Betreibern in der Region einigermaßen gut läuft. Sie sind aber nicht die Einzigen, die vom Wintersport in gewisser Weise abhängig sind.

Auch Sportgeschäfte brauchen Schnee für ihren Markt. In einem Bericht der F.A.Z. heißt es, dass in Münchner Sportgeschäften im Skibereich die Verkaufsflächen verkleinert wurden, einige Inhaber denken sogar darüber nach, ganz aus dem Wintergeschäft auszusteigen. Wie sieht das vor Ort aus, wo die Berge direkt vor der Haustür liegen? Wir haben bei Rainer Schlichtner (55) vom gleichnamigen Sportgeschäft in Rottach-Egern nachgefragt.

Herr Schlichtner, macht sich der fehlende Winter auch bei Ihnen im Laden bemerkbar?

Schlichtner: Das macht sich natürlich immer bemerkbar. Bei uns läuft’s aber nicht schlecht. Seit zwei Wochen geht’s hier ja zum Skifahren. Hätten die Liftbetreiber schon eine Woche früher beschneien dürfen, wäre es noch besser gewesen. Bei uns ist das im Gegensatz zu Österreich ein Problem. Aber man muss das positiv sehen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist das Geschäft eher etwas besser. Bei uns ist das auch anders als in München. Hier im Oberland ist Skifahren traditionell, daher wird bereits im September bei der Rennjugend mit dem Training auf den Gletschern begonnen. Seit einigen Wochen kann unser Rennnachwuchs bereits am Audi Skizentrum am Sonnenbichl trainieren. Der Winter kommt sicherlich noch, er hat sich eben einfach nach hinten verschoben.

Also werden Sie nichts am Sortiment ändern.

Schlichtner: Nein, wir werden da nichts umstellen. Der Skiverkauf geht gut, besonders die Einheimischen wollen eben ihre eigenen Ski daheim haben. Und die Urlauber leihen sich vermehrt ihre Ausrüstung aus. Im Tourenbereich und Langlaufen ist noch nicht viel los, das spürt man schon. Da ist es nicht ideal, wenn es an Weihnachten nicht schneit.

Gibt es besonders begehrte Dinge?

Schlichtner: Von den Marken bei den Skiern geht alles querbeet, da merkt man keinen wirklichen Trend. Bei den Skischuhen erkennt man eine Trendrichtung hin zu Freerideschuhen, die sind sowohl auf der Piste als auch im Freeride oder Tourenbereich einsetzbar. Bei der Kleidung ist es natürlich immer Geschmackssache. Aber es ist sichtbar, dass die Farben ruhiger werden. Sie sind nicht mehr ganz so knallig.

nip

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