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Bengalische Fackeln zündeten die Anhänger des spanischen Clubs verbotenerweise schon vor Spielbeginn. Das war vermutlich der Auslöser für das Handgemenge.

Ausschreitungen bei Gladbach-Spiel in Rottach-Egern: 

Erst Bengal-Fackeln, dann Schlägerei

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    Gabi Werner
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Es sollte ein ungetrübter Fußball-Abend werden in Rottach-Egern am Birkenmoos. Doch das Freundschaftsspiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem spanischen Zweitligisten Rayo Vallecano am Samstag wurde von Ausschreitungen überschattet.

Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an, für einige Fans wird die Sache ein Nachspiel haben.

Schon kurz nach Spielbeginn entwickelte sich unter einem Teil der mitgereisten Fans ein Handgemenge. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd berichtet, waren bereits vor dem Anpfiff einige Fans – offensichtlich Anhänger des spanischen Klubs – negativ aufgefallen, als sie verbotenerweise so genannte Bengal-Fackeln zündeten und für dicke weiß-rote Rauchschwaden am Spielfeldrand sorgten. Selbst der Appell von Ansager und Bürgermeister Christian Köck („Please stop burning up fireworks“) verhallte ungehört.

Tumultartige Szenen

Somit gerieten kurz nach Anpfiff der Partie etwa 40 Fans von Rayo Vallecano mit einigen Fans von Borussia Mönchengladbach aneinander. Augenzeugen berichteten später von „tumultartigen Szenen“.

Erst Bengal-Fackeln, dann Schlägerei

In der Folge kam es zu einem groß angelegten Polizeieinsatz am Birkenmoos. Die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd beorderte zur Unterstützung der Wiesseer Beamten zahlreiche Polizeistreifen sowie den Einsatzzug der Operativen Ergänzungsdienste Rosenheim zu dem Fußballplatz. „Den Polizeibeamten gelang es, die Lage innerhalb kürzester Zeit unter Kontrolle zu bringen“, heißt es im Pressebericht. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen zogen sich zwei Fußball-Fans bei der Schlägerei leichte Verletzungen zu – einer musste im Krankenhaus ambulant behandelt werden.

Staatsanwaltschaft vom Vorfall informiert

Nach offiziellen Angaben der Polizei ist der Auslöser für die Auseinandersetzung aktuell noch unklar. Die Inspektion Bad Wiessee ermittelt nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft München II, die umgehend über den Vorfall informiert wurde, ordnete zur Sicherung des Strafverfahrens bei einem spanischen Randalierer eine Sicherheitsleistung an, die an Ort und Stelle bezahlt werden musste. Wie die Polizei weiter betont, wurden die Wiesseer Beamten bei der Bearbeitung des Falls von Vereinsverantwortlichen des Clubs Rayo Vallecano unterstützt.

Als sich der Rauch verzogen und sich die Lage wieder beruhigt hatte, konnten die Zuschauer den Rest der Partie ohne weitere Zwischenfälle verfolgen. Allerdings kam es – ungewöhnlich für ein Freundschaftsspiel – im weiteren Verlauf noch zu einem Platzverweis für einen spanischen Spieler.

gab/ddy


So lief die Vorbereitung: Lesen Sie auch das Interview mit Gladbach-Keeper Yann Sommer

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