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Eröffnung des Hotels Bachmair am See in Rottach-Egern lässt auf sich warten

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Von: Gerti Reichl

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Das Hotel Bachmair am See an der Seestraße wird noch immer umgebaut. Von außen ist nichts von der Maßnahme zu sehen.
Das Hotel Bachmair am See an der Seestraße wird noch immer umgebaut. Von außen ist nichts von der Maßnahme zu sehen. © Thomas Plettenberg

Für diesen Sommer war die Wiedereröffnung des Hotels Bachmair am See in Rottach-Egern angekündigt. Doch die Hirmer Hospitality, die das einst legendäre, familiengeführte Traditionshotel Ende 2019 in Erbpacht übernommen hat, ist noch weit entfernt davon.

Rottach-Egern – Wer durch die Rottacher Seestraße schlendert – und das taten zuletzt allein beim Seefest etwa 9000 Besucher auf einen Schlag – der wundert und frägt sich: Warum sind beim Hotel Bachmair am See keine Bauaktivitäten zu sehen? Haben sich die Pläne der Münchner Hirmer Hospitality etwa geändert?

Zur Erinnerung: Ende 2019 hatte die Hirmer Hospitality, ein Unternehmen der Münchner Mode-Familie Hirmer, das Bachmair mit langjährigem Erbpacht-Vertrag von Familie Rauh-Bachmair übernommen. Umbau- und Sanierungspläne im laufenden Betrieb wurden geschmiedet, eingereicht und auch genehmigt.

Unter der zur Hirmer Hospitality gehörenden Marke „Truuee. Hotels & Places“ soll es betrieben werden. 2020 wurde dann entschieden, das Haus doch zu schließen, um die Bauarbeiten zügig durchziehen zu können. Mitarbeiter wurden entlassen, den Mietern in der Ladenzeile der Arkaden gekündigt.

Sanierung bisher nur im Innenbereich

Tatsächlich spielen sich die Bau-Aktivitäten bisher nur im Inneren ab – quasi unsichtbar für die Öffentlichkeit. Warum sich die Arbeiten derart in die Länge ziehen, erklärt PR-Sprecherin Patricia Baur auf Nachfrage so: „Bei den Bauteiluntersuchungen hatte sich herausgestellt, dass die Gebäudesubstanz teilweise in die Jahre gekommen und nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik und den Sicherheitsanforderungen entspricht.“ Dies habe man bei der Planung berücksichtigen müssen.

„Das heißt, dass alte Technikzentralen demontiert, in die Jahre gekommene und marode technische Infrastruktur zurückgebaut und ein Großteil der Bestandszimmer abgebrochen wurde.“ Nun seien die Abbrucharbeiten im Inneren soweit abgeschlossen, dass die neue Gebäudeinfrastruktur aufgebaut werden könne.

Materialknappheit und Lieferschwierigkeiten

Die Sprecherin erklärt aber auch, warum sich die weiteren Arbeiten verzögern: „Wie die gesamte Branche, haben auch wir mit den aktuellen Lieferengpässen und der damit verbundenen Materialknappheit zu kämpfen. Dies hat im Projekt zu verschiedenen Umplanungen geführt, wodurch sich die Bauarbeiten im Projekt verzögert haben.“ Überhaupt, so die Sprecherin, würden die aktuelle Materialknappheit sowie die weltweiten Lieferschwierigkeiten und die damit verbundenen Folgen die größte Herausforderung darstellen.

Ausrichtung bleibt

An der künftigen Ausrichtung des Hotels habe sich aber nichts geändert, so die Sprecherin. Wie berichtet, sollen künftig 150 Zimmer zur Verfügung stehen, vor der Schließung waren es rund 100 Zimmer, Suiten und Appartements. Positioniert werden soll das neue Bachmair am See im 4-Sterne-Superior-Bereich. Weitere 50 Wohneinheiten seien für das Personal geplant.

„Bachmair hat Priorität“

Auf die Frage, ob andere Hotel-Projekte – etwa in Bad Gastein – in den Vordergrund gerückt sein könnten, antwortet die PR-Agentur so: „Das Bachmair hat für uns nach wie vor Priorität. Derzeit arbeiten wir am Feinschliff und seiner Ausgestaltung. Unser oberstes Ziel ist es, im neuen Bachmair am See die Historie und Tradition des Hotels mit den Anforderungen zeitgemäßer, moderner Hotellerie angemessen zu vereinen und erfolgreich in die Zukunft zu führen.“ Einen neuen Eröffnungstermin kann die Sprecherin nicht nennen, „da ein solch komplexes Projekt stets eine Reihe von Unwägbarkeiten“ berge. Man arbeite mit den Partnern mit Hochdruck daran, die Arbeiten schnellstmöglich abzuschließen, um das Bachmair am See „so bald wie möglich wieder zu eröffnen“

Konkreteres kann auch die Rottacher Bauamtsleiterin Tanja Butz nicht beitragen. Ihr seien keine neuen Anträge bekannt. Auch das Landratsamt Miesbach hält den Ball flach. Laut einer Sprecherin sei diesen April eine Genehmigung für den Umbau des sogenannten „Urhauses“ südwestlich des Stammhauses an der Seestraße erteilt worden. Dort fänden nur Arbeiten im Inneren statt. „Für das Stammhaus mit dem Panoramarestaurant“, so die Sprecherin, „liegt dem Staatlichen Bauamt derzeit kein Antrag vor.“

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