Bewölkter Himmel über den Tegernseer Alpen: Hier kam am Freitag ein Wanderer aus Stuttgart um.
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Am Freitag brach ein Wanderer aus Stuttgart plötzlich zusammen. (Symbolbild)

Begleiter unter Schock

Tödlicher Wanderausflug: Mann bricht in den Tegernseer Alpen zusammen - Todesursache gibt Rätsel auf

  • vonVeronika Silberg
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Der Wanderausflug mit Freunden in den Tegernseer Alpen nahm für einen 54-Jährigen ein schreckliches Ende. Der Mann brach plötzlich zusammen.

  • Am Freitag (18. September), gegen 16.00 Uhr brach ein Wanderer aus Stuttgart in den Tegernseer Alpen plötzlich zusammen
  • Weder seine sechs Begleiter noch Polizei oder Bergwacht konnten den 54-Jährigen retten
  • Die Todesursache ist noch unbekannt

Bad Wiessee - Wie die Polizeiinspektion Bad Wiessee bestätigt, ist am Freitag Nachmittag (18. September) gegen 16:00 Uhr ein 54-jähriger Mann in den Tegernseer Alpen in Bayern tödlich verunglückt. Der Wanderer war mit sechs Bekannten aus Stuttgart angereist und auf dem Weg vom Blankensteinsattel kommend in Richtung Riederecksattel. Wie aus dem Nichts brach der Mann plötzlich zusammen, rutsche einige Meter über mäßig steiles Wiesengelände und blieb bewusstlos liegen.

Tegernseer Alpen: Wanderer aus Stuttgart verstorben

Sofort versuchten seine Freunde zu helfen. Ihre Reanimationsversuche blieben jedoch vergeblich. Auch die Einsatzkräfte der Bergwacht Rottach-Egern waren mit einem Rettungshubschrauber zur Stelle und leiteten eine Wiederbelebung ein, konnten aber letztendlich nur noch den Tod des 54-Jährigen aus Stuttgart feststellen. In Zusammenarbeit mit der Alpinen Einsatzgruppe Rosenheim brachte die Bergwacht Rottach-Egern den Verstorbenen ins Tal. Die sechs Begleiter wurden von den Einsatzkräften begleitet und von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Was die Ursache für das plötzliche Zusammenbrechen des Wanderers war ist bisher noch unklar. Auch die Polizeiinspektion Bad Wiessee hat demnach noch keine genaueren Informationen zur Todesursache.

Tegernseer Alpen: Coronavirus stellt Bergwacht Rottach Egern vor neue Herausforderungen

Leider bleibt der schreckliche Todesfall in Bayern keine Ausnahme. Regelmäßig verunglücken Wandertouristen und Ausflügler in den Alpen. In Zeiten des Coronavirus hat Wandern stark an Beliebtheit zugenommen. Viele beliebte Wanderrouten sind überfüllt, Unfälle häufen sich. Die Bergwacht am Tegernsee hatte zuletzt auch in Rottach Egern immer wieder Einsatzrekorde. Vor allem unter der Woche stellt das die Einsätzkräfte der Bergwacht vor große Probleme. Meist sind die Retter die ehrenamtlich und vollzeit-berufstätig. Personal ist so oft knapp. Auch neue Hygieneregelungen fordern die Einsatzkräfte heraus. „Das Virus hat uns vor ganz neue Probleme gestellt“ erklärte Bereitschaftsleiter Adi Boemmel (55) dem Merkur.

Durch das Coronavirus haben sie einiges zu tun: Die Einsatzkräfte der Bergwacht Rottach-Egern am Tegernsee

Auch in Tirol verunglückte zuletzt ein Mann beim Sturz in die Berge. Er war allerdings Barfuß unterwegs. Bei Garmisch-Patenkirchen stürzte eine Frau 200 Meter in die Tiefe. Und auch im Berchtesgadener Land waren die Bergretter im Spätsommer noch einmal kräftig gefordert.

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