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Unser Symbolbild  zeigt einen Bergretter am Hubschrauber.

Spektakuläre Aktion am Plankenstein 

Bergwacht rettet abgestürzten Kletterer 

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Rottach-Egern - Mit einer spektakulären Hubschrauber-Aktion gelang der Rottacher Bergwacht am  Montag die Rettung eines jungen Kletterers aus München vom Plankenstein. 

Beim Klettern am Plankenstein stürzte ein junger Münchner am Montag gut 20 Meter tief. Er landete auf einem Felsen, was ihm das Leben rettete. „Da war ein Schutzengel unterwegs“, sagt Felix Oswald, Bereitschaftsleiter der Rottacher Bergwacht.

Der Mann hatte allerdings einen offenen Unterschenkelbruch erlitten. Der Bergwacht gelang es mit einer spektakulären Aktion, ihn und seine Begleiterin sicher ins Tal zu bringen. „Das war schon risikoreich“, meint Oswald. Denn: Der Schwerverletzte musste von den Rettern, die sich vom Hubschrauber zu ihm abgeseilt hatten, vom Seil abgeschnitten werden. Während der Aktion ist der Helikopter für kurze Zeit übers Seil quasi am Berg angebunden. „So eine Kapp-Bergung kommt selten vor. Aber wir hatten das vor Kurzem erst bei einem Kletterunfall am Leonhardstein“, berichtet Oswald. 

Der Alarm ging über die Leitstelle um 13.18 Uhr ein. Wanderer hatten an der Ostseite des Plankenstein Hilferufe gehört. In Not geraten war ein Paar, etwa 30 Jahre alt, aus München. Die Kletterer waren als Seilschaft unterwegs. Der Mann übernahm den Vorstieg. Dabei verlor er den Halt und stürzte ab. „Das Seil ist durchgerauscht“, sagt Oswald. Die Frau erlitt beim Versuch, das Seil zu halten, Verbrennungen an den Händen. 

Ihre Hilferufe hörten mehrere Wanderer, sodass wenig später noch drei Notrufe bei der Bergwacht eingingen. „Es handelte sich aber immer um denselben Fall“, erklärt Oswald. Die Einsatzleiterin der Bergwacht alarmierte beim ersten Notruf schon den Hubschrauber und machte sich mit einem Kameraden auf den Weg. Der Hubschrauber konnte am Plankenstein nicht landen. Die Retter ließen sich zu dem Verletzten abseilen. 

Der Hubschrauber flog mit dem Verunglückten und dem Retter am Tau zur Bergstation des Wallbergs, wo der Hubschrauber landete. Dann holten die Einsatzkräfte die Frau ab und brachten sie auf die gleiche Weise zum Wallberg. Der Schwerverletzte wurde nach der Erstversorgung durch den Notarzt ins Unfallkrankenhaus nach Murnau gebracht. Die Bergwachtler, neben der Einsatzleiterin noch vier Männer und eine Frau, fuhren mit der Bergbahn wieder ins Tal.

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