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Berliner aus Reit im Winkl: Manuel Schmuck tritt am 1. Februar ein zweimonatiges Gastspiel in der Dichterstub’n der Egerner Höfe an.

Exklusives Interview mit Manuel Schmuck

Berliner Star-Koch kocht zwei Monate in Rottach - was er vorhat

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Das Köche-Karussell im Tal dreht sich. Überraschend kommt jetzt ein junger Star-Koch aus Berlin für ein Gastspiel nach Rottach-Egern. Wir haben Manuel Schmuck gefragt, was er vorhat und was ihn antreibt.

Rottach-Egern – Um ihren Gästen nach Michael Fells Abgang die Wartezeit auf Sternekoch Thomas Kellermann in der Dichterstub’n zu versüßen, haben die Egerner Höfe einen der innovativsten Köche Deutschlands, Manuel Schmuck aus Berlin, zu einem „Kulinarischen Gastspiel“ nach Rottach-Egern eingeladen. 

Der 29-Jährige ist vielfach ausgezeichnet und zählt zu den jungen Wilden einer international-urbanen Küche. Die Meisterköche-Jury attestierte ihm: „Er kocht explosionsartig und wahrhaft wild!“

Willkommen am Tegernsee, Herr Schmuck. Wie kam es zu diesem kulinarischen Gastspiel im Parkhotel Egerner Höfe?

Schmuck: Ich bin ursprünglich aus Reit im Winkl. Über meinen dortigen Freundeskreis habe ich Gräfin und Graf von Moltke kennengelernt. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und waren, auch was die Visionen einer modernen Küche und die Zutaten angeht, gleich auf einer Wellenlänge. Da wurde die Idee für eine Zusammenarbeit geboren. Als wir uns dann in Berlin getroffen haben, haben sie mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte auf ein Pop-up-Projekt in Rottach-Egern. Und weil ich gerade in einer Situation war, in der das passte, hat sich daraus die Idee des „Kulinarischen Gastspiels“ entwickelt.

Wildes Köchekarussel im Tal: Was sich alles verändert in der Tegernseer Restaurant-Landschaft, lesen Sie hier in unserer großen Übersicht - mit Kare

Wir groß empfinden Sie die Fußstapfen, in die Sie interim treten?

Schmuck: Ich möchte das eigentlich gar nicht Fußstapfen nennen, weil ich ja nicht meine Küchenphilosophie hierher bringen möchte, sondern sie lediglich in der Zeit nach Michael Fell und vor Thomas Kellermann für zwei Monate präsentieren möchte.

Sie wollen sich hier also zwei Monate richtig austoben?

Schmuck: Das Austoben ist meine Küche. Ich versuche zu überraschen und will sehen, wie das hier ankommt.

Kennen Sie den Tegernsee schon beziehungsweise haben Sie schon Bezug zu den hiesigen Kulinarikern?

Schmuck: Zum Tegernsee habe ich bisher keinen wirklichen Bezug, aber zu Bayern. Tatsächlich ist es das erste Mal, dass ich in meiner Heimat koche. Dann schauen wir mal.

Wie viel Berlin bringen Sie nach Bayern mit?

Schmuck: Eine ganze Menge. Das gilt nicht nur für das, was auf dem Teller ist, sondern auch für die Aufmachung und den Service, der sich locker präsentieren wird. Ich will die Atmosphäre der international geprägten Metropole hierherbringen. Zum Beispiel präsentiere ich unter dem Namen „Kreuzberg“ vegetarisch die ganze Falafel-Bandbreite der orientalischen Küche, die dort ansässig ist. Und in der „Kantstraße“, wo gerade ein Asiate nach dem anderen aus dem Boden sprießt, finden sich japanische Einflüsse.

Aus der Presse-Info hätte man entnehmen können, dass Sie auch Bayerisch und mit Regionalprodukten kochen würden…

Schmuck: Für das Gericht „Bayern-Pad-Thai“ – als Wortspiel zur „Bayernpartei“– serviere ich statt Reisnudeln Erdnuss-Spätzle und Bayern-Garnelen.

Wie geht es für Sie nach den zwei Monaten im Parkhotel weiter?

Schmuck: Da kommt was ganz Großes in Berlin. Das ist aber noch top secret.

Aber könnten Sie sich öfter ein Gastspiel hier vorstellen?

Schmuck: Klar muss man sehen, wie es vom 1. Februar bis 31. März läuft. Aber ich bin positiv gespannt und voller Euphorie und würde zusagen, hier öfter meine Küche zu präsentieren.

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