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Einsatzkräfte der Feuerwehr Rottach-Egern löschen die Überreste des Blechdaches ab.

Schwieriger Einsatz an der Rosenstraße

Brand an Pool-Anbau von Rottacher Wohnhaus: 100 Feuerwehrler vor Ort

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Die Flammen waren nicht zu sehen, der Rauch umso stärker: In der Nacht auf Dienstag ist das Dach eines Swimming-Pool-Anbaus an einem Wohnhaus in Rottach-Egern in Brand geraten.

Rottach-Egern - Der Hausmeister und Nachbarn hatten gegen 1 Uhr den Alarm ausgelöst, berichtet Josef Stadler, Kommandant der Feuerwehr Rottach-Egern. Als er und seine Truppe bei dem Anwesen an der Rosenstraße eintrafen, sei die Rauchentwicklung massiv gewesen, so Stadler. Weil sich der Brandherd unter einem geschlossenen Kupferdach befunden habe, habe man ihn nicht lokalisieren geschweige denn einfach ablöschen können. „Wir mussten zuerst das Dach aufschneiden“, erklärt Stadler. 

Mit Spezialmotorsägen und Flex-Maschinen habe man das Blech Bahn für Bahn abgetragen. Eine schweißtreibende Arbeit, denn die Feuerwehrler mussten wegen des Rauchs ihre Atemschutzausrüstung tragen. Nicht das einzige Problem, so Stadler: „Du siehst auch nicht, wo du hin schneidest.“ Da die Feuerwehr ein Durchzünden und damit ein Übergreifen der Flammen auf das angebaute Wohnhaus nicht ausschließen konnte, forderte sie Unterstützung aus Tegernsee und Kreuth an. Insgesamt 100 Einsatzkräfte waren letztlich vor Ort und bereiteten für den Notfall eine größere Löschaktion mit Wasser aus mehreren Hydranten und einem nahe gelegenen Weiher vor.

So weit kam es aber nicht mehr. Stattdessen trugen die Feuerwehrler in stundenlanger Arbeit die Isolierung und Schalung des Daches ab und löschten so die Glut ab. Gegen 4.45 Uhr sei der Einsatz beendet gewesen, so Stadler.

Noch in der Nacht startete der Kriminaldauerdienst die ersten Ermittlungen zur Brandursache, gibt Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Nachfrage bekannt. Mittlerweile liege der Fall bei der Kriminalpolizei Miesbach. Gefahr für Personen habe zu keiner Zeit bestanden, der Sachschaden beläuft sich laut Sonntag wohl auf „mehrere 10.000 Euro“.

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