Der Schriftzug von Wirecard ist an der Firmenzentrale zu sehen.
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Wirecard aus Aschheim bei München ist mutmaßlich für die größte Marktmanipulation Deutschlands verantwortlich.

„Es gibt viele ungeklärte Fragen“

Bundestagsabgeordneter Radwan im Wirecard-Ausschuss

  • Stephen Hank
    vonStephen Hank
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Der CSU-Bundestagsabgeordnete und Finanzexperte Alexander Radwan aus Rottach-Egern gehört dem Wirecard-Untersuchungsausschuss an. Er ist dort stellvertretendes Mitglied.

Rottach-Egern - Der Zahlungsverkehrsdienstleister Wirecard aus Aschheim bei München war wegen vorgetäuschter Umsätze und gefälschter Verträge 2019 in die Kritik geraten. Im Sommer 2020 meldete das Unternehmen mit Verlusten in Höhe von 1,9 Milliarden Euro wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung Insolvenz an.

„Es gibt viele ungeklärte Fragen, und ich freue mich darauf, aktiv bei der Aufarbeitung des Falles mitzuwirken“, sagt Radwan, der auch Miesbacher Kreisvorsitzender seiner Partei ist. Neben dem 56-jährigen Juristen aus Rottach-Egern werden dem Untersuchungsausschuss neun ordentliche Mitglieder und acht weitere Stellvertreter aller Bundestagsfraktionen angehören. Alle 18 Mitglieder verfügen über voll umfängliche Rechte.

Der Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan aus Rottach-Egern.

„Der Finanzskandal hat das Vertrauen vieler Anleger erschüttert. Gerade deshalb ist es wichtig, den Fall lückenlos aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen“, findet der Bundestagsabgeordnete Radwan. „Wir müssen das Vertrauen der Menschen in unsere Aufsichtsstrukturen und den Finanzplatz Deutschland wiederherstellen.“ Der Ausschuss hat Donnerstagnachmittag seine Arbeit aufgenommen und wird bereits am Ende der Legislaturperiode seinen abschließenden Bericht vorlegen.

sh

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