„Maskenpflicht“.
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Auch im Gemeinderat soll eine Maskenpflicht gelten.

Antrag der Grünen zu Maskenpflicht – Bürgermeister Köck verschärft Vorgaben

Coronafälle in Gmund sorgen auch im Rottacher Gemeinderat für schärfere Gangart

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Fünf Coronafälle nach der Gemeinderatssitzung in Gmund: Für den Rottacher Gemeinderat Thomas Tomaschek (Grüne) ist dies Anlass, schärfere Hygiene-Vorkehrungen zu fordern.

Rottach-Egern - Thomas Tomaschek hatte schon zuvor an seine Ratskollegen appelliert, die Maske auch am Platz nicht abzunehmen. Nachdem nicht alle dem Aufruf folgen wollten, hat Tomaschek nun den offiziellen Antrag an den Gemeinderat gestellt, ein striktes Hygienekonzept zu befolgen. „Der Zustand ist nicht mehr hinnehmbar und gefährdet alle anderen Sitzungsteilnehmer“, heißt es in der Begründung. Dem Konzept zufolge herrscht bei den Sitzungen durchgängig Maskenpflicht, zudem müsse alle Menschen im Raum negativ auf Corona getestet sein. Bei Bedarf sollen kurz vor der Sitzung Schnelltests vor Ort möglich sein.

Antrag der Grünen

Der Fall Gmund ist unabhängig von dem Antrag auch für Bürgermeister Christian Köck (CSU) Anlass, bei den Sicherheitsmaßnahmen kräftig nachzujustieren. „Das ist ein Alptraum, der Kollege in Gmund tut mir leid“, meint Köck. Bisher sei er davon ausgegangen, dass bei den Sitzungen im Seeforum durch die Raumgröße und dank der guten Lüftung die Sicherheit gegeben sei. Es sei bisher ja auch nie ein Fall aufgetreten: „Aber in Gmund hat sich jetzt gezeigt, wie schnell das geht.“

Bürgermeister Köck verschärft Hygienerichtlinien

Als Bürgermeister habe er das Hausrecht und werde die Hygienerichtlinien nun ab sofort verschärfen, so Köck. Heißt: Negativtest und Maskenpflicht während der gesamten Sitzung. Weitere im Grünen-Antrag enthaltene Forderungen wie die Dokumentation aller Teilnehmer zur Kontaktnachverfolgung habe die Gemeinde auch bisher schon erfüllt, erinnert Köck: „Es musste sich jeder in eine Liste eintragen.“

Schnelltests unmittelbar vor der Sitzung will Köck aber aus Zeitgründen nicht anbieten. Viele Mandatsträger kämen erfahrungsgemäß erst knapp vor Beginn, erklärt der Bürgermeister. „Wir können da nicht noch mal 20 Minuten verderben.“ Schließlich gelte angesichts der hohen Inzidenz noch immer eine Ausgangssperre ab 22 Uhr, die Sitzung sollte also bis dahin vorüber sein.

Neue Regelung gilt schon zur nächsten Sitzung

Die neuen Regeln, so Köck, gelten schon zur Sitzung des Ortsplanungsausschusses am 14. Mai und zur Gemeinderatssitzung am 18. Mai. Sollten einzelne Gemeinderäte für die Vorgaben kein Verständnis haben, stehe es ihnen frei, an der Sitzung nicht teilzunehmen, macht Köck klar. Der Gemeinderat habe auch eine Vorbildfunktion. „Wir müssen solidarisch sein.“ Es gehe darum, die Inzidenz in der Region jetzt in einer gemeinschaftlichen Anstrengung zügig nach unten zu drücken, um der Gastronomie, der Hotellerie und dem Einzelhandel eine Öffnungsperspektive zu geben: „Bis jetzt haben sich die Zahlen ja leider nicht stark bewegt.“  

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