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Angela Merkel und Horst Seehofer - wie geht der Streit zwischen CDU und CSU aus?

CSU-Abgeordneter aus Rottach-Egern

CSU-Vorstandsmitglied zu Asylstreit: „Situation ist unwahrscheinlich verfahren“

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Spannungsgeladene Tage bei der Union: Am Wochenende soll sich entscheiden, wie es im Asylstreit zwischen CSU und CDU weitergeht. „Die Lage ist sehr volatil“, sagt einer, der es wissen muss.

Rottach-Egern – Zerbricht gar die Regierungskoalition oder die Fraktionsgemeinschaft im Bundestag? Über die Stimmung in seiner Partei – an der Basis und in Berlin – haben wir mit dem CSU-Bundestagsabgeordneten und Kreisvorsitzenden Alexander Radwan (53) aus Rottach-Egern gesprochen.

Herr Radwan, in Berlin stehen wichtige Entscheidungen an. Wie ist die Lage in der Hauptstadt?

Alexander Radwan

Radwan: Es herrscht nicht „business as usual“, aber die Stimmung ist auch nicht aufgewühlt, wie teilweise berichtet wird. Wir kommen mit den Kollegen der CDU gut klar. Vor allem besteht der Wunsch, dass es gemeinsam weitergeht. In der CDU gibt es viele, die die Linie der CSU unterstützen. Die Fraktion ist sich in weiten Teilen einig – einiger als die beiden Vorsitzenden.

Wie sieht die Stimmung an der Basis aus?

Radwan: Die Basis schwankt zwischen den Positionen: dem Wunsch, hart und konsequent zu bleiben, und gleichzeitig der Erwartung, dass die Fraktionsgemeinschaft fortbesteht.

Wird sie fortbestehen?

Radwan: Momentan ist wirklich alles offen, die Lage ist sehr volatil. Eine Situation in dieser Tragweite habe ich noch nicht erlebt. Der Unterschied zu Kreuth ist allerdings, dass es damals um die strategische Ausrichtung ging. Jetzt geht es darum, eine Sachfrage zu klären.

Und? lässt sich diese Sachfrage klären?

Radwan: Der Konflikt wäre auflösbar, er ist eben nur von dieser Sach- auf eine andere Ebene gerutscht, die es nicht einfacher macht. Die Situation ist unwahrscheinlich verfahren. Skurill ist, dass die Debatte an einem Punkt geführt wird, wo beide Recht haben. Wir alle zusammen wollen eine europäische Lösung. Wenn diese eine gewisse Zeit braucht, müssen wir aber zunächst national handeln.

Ihr Rat?

Radwan: Auf der Sachebene bleiben. Wir müssen zur Vernunft kommen und jegliche Irrationalität rausnehmen.

Werden Sie das auch am Sonntag in der Sitzung des Parteivorstands sagen?

Radwan: Ich werde sagen, dass wir den oben beschriebenen Spagat erreichen müssen. Und ich werde die Stimmung der Basis weitergeben. Für diesen Freitag habe ich eine Sitzung des Kreisvorstands einberufen, um abzufragen, wie man dort die Punkte einschätzt. Das wird dann einfließen. Ein Parteivorstandsbeschluss kann nur im Lichte der Gesamtpartei erfolgen.

sh

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