Der Pavillon im Rottacher Kurgarten ist schwer in die Jahre gekommen. Die Sanierung war vor der Pandemie Thema. Jetzt müssen Prioritäten neu gesetzt werden.
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Der Pavillon im Rottacher Kurgarten ist schwer in die Jahre gekommen. Die Sanierung war vor der Pandemie Thema. Jetzt müssen Prioritäten neu gesetzt werden.

Klausur geplant

Die gute Stube muss warten: Zukunftspläne für Rottacher Kuranlage und Warmbad werden neu überdacht

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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Die Erneuerung des Rottacher Kurpavillons steht schon lange auf der Agenda der Gemeinde Rottach-Egern. Doch aktuell bleibt abzuwarten, was die Finanzen noch hergeben.

Rottach-Egern – Für die Zukunft seines Warmbads und der Kuranlage hat Rottach-Egern schon viele Pläne gemacht. Ein Arbeitskreis des Gemeinderats schmiedete gefällige Entwürfe mit Steg-Terrassen zum See und einer Öffnung des Bads in Richtung Kuranlage mit einem attraktiven gastronomischen Bereich. Die alte Liegehalle sollte Neuem weichen. In der Pandemie ist Bürgermeister Christian Köck (CSU) aber jetzt nur eines wichtig„Wir sind froh, wenn wir wieder einen eingeschränkten Betrieb fahren können.“ So wie schon im vergangenen Jahr, als das Warmbad nach einigem Bangen am 15. Juni mit Verspätung öffnen durfte. Die Besucherzahl durfte wegen Corona 475 Personen nicht überschreiten, die Öffnungszeiten wurden geändert: Täglich von 10 bis 18 Uhr war 2020 Badevergnügen „mit Abstand“ und unter Einhaltung strenger Regeln möglich.

Klausur des Gemeinderats geplant

Die Realisierung der Zukunftsplanung, die vor der Pandemie viel diskutiert wurde, ist auf jeden Fall nicht in Sicht. Zum Thema machen will Köck sie aber schon. Bei einer Gemeinderats-Klausur, deren Termin – ebenfalls wegen Corona – noch nicht gesetzt ist. „Optimal wäre, wenn wir nach der Sommerpause zusammenkommen können“, erklärt Köck.

Die Klausur soll einen ganzen Tag dauern und dient auch dazu, alle Gemeinderäte auf den gleichen Informationsstand zu bringen. „Vor allem für unsere neuen Gemeinderäte ist eine Klausur sehr wichtig“, erklärt Köck. Denn obwohl die Kommunalwahl 2020 nun schon ein Jahr zurückliegt, gab es wegen der Pandemie noch keine Möglichkeit eines internen Treffens im größeren Kreis. Somit waren die Neulinge noch nie bei einer Klausur dabei.

Auch das Warmbad wird Thema sein

Wenn sie stattfindet, werden das Warmbad und auch die Gestaltung der Kuranlage mit auf der Agenda stehen. Schon 2018 hatte der Gemeinderat zum Beispiel die Erneuerung des in die Jahre gekommenen Pavillons in der Kuranlage fest ins Visier genommen. Nun werde allerdings die Haushaltslage zeigen, was machbar ist, meint Köck: „Wir haben ja auch noch andere große Projekte.“

Wie stark sich die Krise auf die Finanzen der Gemeinden auswirkt, werde sich auch erst nach und nach zeigen. „Da geht es ja allen Kommunen gleich.“ Mit Reserven, so Köck, müsse die Gemeinde jetzt vorsichtig umgehen – und Prioritäten neu festlegen.  

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