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Die Kirche St. Anton soll so erweitert werden, dass dort auch ein Pfarrheim Platz hat. Noch steht das Projekt ganz am Anfang. 

Umbau von St. Anton 

Dritter Anlauf für ein Pfarrheim in Bad Wiessee: Neuer Start mit neuem Planer

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Für den Neustart in Sachen Pfarrheim setzt die Wiesseer Pfarrgemeinde auf ein neues Projektsteuerungsbüro. Erste Gespräche stimmen zuversichtlich. 

Bad Wiessee– Zweimal sind Pläne für ein Wiesseer Pfarrheim krachend gescheitert. Neue Hoffnung weckt der Vorschlag, das rechte Seitenschiff der Kirche St. Anton zu erweitern und so Platz für den so lange gewünschten Saal plus diverse Gruppenräume zu schaffen. Wie berichtet, hatte das Erzbischöfliche Ordinariat im Juli sein grundsätzliches Okay gegeben. Bewilligt ist derzeit allerdings nur die Finanzierung der Planungsleistung und der Kostenermittlung. Vom Ergebnis hängt ab, ob das Projekt zur Realisierung kommt. „Wir stehen immer noch ganz am Anfang“, erklärt Kirchenpfleger Herbert Stadler. Vor Kurzem gab’s ein erstes Gespräch mit dem zuständigen Projektentwicklungsbüro. Das Ergebnis stimmt die Vertreter der Pfarrei zuversichtlich. „Wir möchten etwas Schönes schaffen“, meint Stadler. Auch der Kontakt zu dem Büro ist noch ganz frisch. Denn damit es nach zwei Fehlschlägen einen echten Neubeginn gibt, hat auf Wunsch der Kirchenverwaltung auch der Projektbetreuer gewechselt.

Pfarrheim Bad Wiessee: Zweimal ist die Planung gescheitert 

Seit Beginn der Planungen im Jahr 2015 gab’s einige Enttäuschungen. Zunächst wollte die Pfarrgemeinde direkt neben der Kirche Maria Himmelfahrt ein Pfarrheim mit einem Saal für 100 Besucher bauen. Dafür sollte das 1930 errichtete Pfarrhaus weichen. Doch der Denkmalschutz vereitelte die Pläne. Das alte Pfarrhaus steht heute übrigens wieder schmuck da. Die Kirche hat das Haus seit zwei Jahren in Erbpacht an eine Familie mit Kindern vergeben. „Die hat das Haus schön hergerichtet“, sagt Stadler anerkennend.

Im nächsten Anlauf plante die Pfarrgemeinde einen Neubau an der Dr. Scheid-Straße. Die Kirchenstiftung erwarb dafür ein 3000 Quadratmeter großes Grundstück. Doch die Kosten für den Neubau – rund drei Millionen Euro – waren dem Ordinariat zu hoch. Das Projekt platzte. Was mit dem Grundstück jetzt geschieht, ist offen. „Da müssen wir uns was überlegen“, seufzt Stadler. Eine Wohnbebauung sei an dieser Stelle nicht zulässig. Denkbar wäre die Ansiedlung einer sozialen Einrichtung. Konkrete Ideen zur Nutzung des brachliegenden Grundstücks gebe es nicht.

Nach Auszug der Pfarrgemeinde Bad Wiessee: Was passiert mit dem Josefheim?

Ebenso offen ist auch die weitere Verwendung des Josefheims. Viele Jahre lang hatte die Pfarrgemeinde das ehemalige Wohnhaus als Pfarrheim genutzt. Es gehört den Dominikanerinnen zur hl. Maria Magdalena in Speyer, die das Gebäude versilbern wollen. Die Pfarrei hat das Haus Ende September endgültig verlassen, die Vermarktung gestaltet sich angesichts der sensiblen Lage schwierig. Die Gemeinde hat sich schon 2017 ein Vorkaufsrecht gesichert.

Aktuell müssen sich die Wiesseer Katholiken mit einem im Sommer ausgebauten Raum in St. Anton begnügen. Eine zeitliche Prognose für den Umbau von St. Anton zum geräumigen Pfarrheim wagt auch das Ordinariat nicht. Derzeit würden erst die Grundlagen ermittelt, erklärt Sprecherin Christina Tangerding. Der nächste Schritt sei die Ausschreibung der Architektenleistung, berichtet Stadler. „Wir können das nur Schritt für Schritt angehen.“

Lesen Sie auch: Pfarrheim im Kirchenschiff: Neue Bestimmung für St. Anton - und ein doppelter Effekt

Passendes Grundstück fürs Pfarrheim gefunden

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