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Lastwagen dürfen nachts im Tegernseer Tal nicht fahren. 

Firma Stettner hat Ausnahmegenehmigung beantragt

Dürfen Baustofflaster nachts durchs Tal fahren?

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Rottach-Egern -  Um die Kundschaft pünktlich zu beliefern, muss der Laster des Rottacher Fachmarkts Stettner schon um 4 Uhr los. Dem steht das Nachtfahrverbot im Tegernseer Tal entgegen.

Um die Baustellen der Kundschaft pünktlich zu erreichen, rollt der Lastwagen des Rottacher Fachmarkts Stettner meist früh vom Hof. „Um 3 oder 4 Uhr“, meint Wolfgang Stettner. Dass er dazu wegen des von 22 bis 6 Uhr geltenden Nachtfahrverbots im Tal eine Sondergenehmigung braucht, war ihm nicht bewusst. „Ich dachte, das betrifft nur Auswärtige.“ 

Ein Irrtum, auf den ein Bekannter Stettner aufmerksam gemacht hat. Um keine Strafe zu riskieren, hat Stettner den Antrag auf eine Sondergenehmigung gestellt. Diskutiert wird er bei der Sitzung des Rottacher Gemeinderats am Dienstag, 2. August, Beginn 19 Uhr. Einfach so durchgehen wird der Antrag kaum. „Wir sind ja schon sehr belastet“, meint Michael Diegner, Verkehrsreferent im Rathaus. Wenn die Gemeinde Stettners Wunsch befürworte, könnten andere Unternehmer dasselbe fordern. Schließlich habe man zum Beispiel auch dem Herzoglichen Brauhaus Tegernsee Nachtfahrten verwehrt. „Eine Zustimmung ergäbe viele berechtigte Bezugsfälle“, meint Diegner. Darum könne er von Seiten der Verwaltung dem Gemeinderat eine positive Stellungnahme nicht empfehlen. 

Die Meinung des Gemeinderats hat Gewicht, über die Genehmigung entscheidet jedoch das Landratsamt. Dort wird der Antrag Stettners für zwei Lkw, 26 und 14 Tonnen, laut Pressesprecher Birger Nemitz gerade geprüft. Momentan bestehen ihm zufolge Ausnahmegenehmigungen für 20 Lastwagen, die aber zum Teil nur zu bestimmten Zeiten und Tagen gelten, etwa Montag früh ab 4 Uhr für eine Spedition aus Österreich oder für einen Supermarktlieferanten an zwei Tagen in der Woche für eine Runde ab 3 Uhr morgens. Die Ablehnung seines Antrags wäre für Stettner fatal. Als ortsansässiges Unternehmen habe er ansonsten keine Chance, meint er: „Dann könnte ich meinen Lastwagen verkaufen.“

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