Die Führungsriege des Tierschutzvereins Tegernseer Tal nach der Neuwahl: (v.l.) Johanna Ecker-Schotte, Claudia Janssen, Monika Modrok und Christiane Pfund.
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Die Führungsriege des Tierschutzvereins Tegernseer Tal nach der Neuwahl: (v.l.) Johanna Ecker-Schotte, Claudia Janssen, Monika Modrok und Christiane Pfund.

„Ich brenne für den Tierschutz“

Ecker-Schotte bleibt an der Spitze des Tierschutzvereins am Tegernsee

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Mit ganzer Kraft widmet sich der Tierschutzverein Tegernseer Tal dem Tierwohl im Landkreis Miesbach. Bei den Neuwahlen wurde jetzt klar: Der Verein bleibt in bewährten Händen - und hat viel vor.

Rottach-Egern – Seit zehn Jahren ist Johanna Ecker-Schotte im Vorstand des Tierschutzvereins Tegernseer Tal engagiert, seit 2014 steht sie an seiner Spitze. „Ich brenne für den Tierschutz“, sagt die Rottacherin. Keine Frage also, dass sie sich bei der jüngsten Jahreshauptversammlung im Seeforum zur Wiederwahl stellte. Die Mitglieder sprachen ihr das Vertrauen aus, Ecker-Schotte bleibt damit auch für die nächsten drei Jahre im Amt.

Dass der Verein – Betreiber des einzigen Tierheims im Landkreis Miesbach – äußerst aktiv ist, zeigte der Rückblick der alten und neuen Vorsitzenden. Allein im Tierheim in den Weißachauen wurden in den zurückliegenden sechs Jahren etwa 1400 Tiere betreut, im vergangenen Jahr waren es 244. Die Bandbreite der tierischen Schützlinge ist groß: Sie reicht von Hunden und Katzen über Ziegen und Nager bis hin zu Vögeln, Schildkröten und Wildtieren. „Da haben wir alles quer Beet“, berichtete Ecker-Schotte. 87 Tiere wurden im vergangenen Jahr aus dem Tierheim an neue Besitzer übergeben, zusätzlich wurden über die Internet-Seite der Einrichtung weitere 90 Tiere – vorwiegend Katzen – vermittelt.

Lösung für Graugans-Problem am Tegernsee offenbar in Sicht

Das Tierheim am Laufen zu halten, ist das eine. Aber auch darüber hinaus setzt sich der Verein auf vielfältige Weise für die Belange des Tierschutzes ein. So habe er beispielsweise in den vergangenen vier Jahren über 50.000 Euro für Katzenkastrationen im Landkreis ausgegeben. Auch für ein Feuerwerks-Verbot auf der Sutten haben sich die Tierschützer erfolgreich eingesetzt. Zum Jahreswechsel 2019/2020 blieb die Knallerei in dem sensiblen Gebiet erstmals aus. Auch was die Dauerthemen „Problem-Schwan“ und „Graugänse“ anbelangt, hat sich der Verein eingeschaltet. Bei Letzteren ist mittlerweile eine Lösung in Sicht. Es sei ein Projekt geplant, um die Tegernseer Population auf dem jetzigen Stand zu halten, sagt Ecker-Schotte und macht klar: „Einem Abschuss werden wir nie zustimmen.“

Zwei Nachlässe machen den Bau eines neuen Hundehauses möglich

Bei der Versammlung wurden zudem die Pläne für das neue Hundehaus vorgestellt. „Ich hoffe, dass wir Ende September mit dem Bau loslegen können“, erklärte die Vorsitzende. Möglich gemacht haben das Projekt zwei Nachlässe, zudem hat die Regierung von Oberbayern eine Förderung in Höhe von 100.000 Euro für den Neubau mitsamt Kranken- und Quarantänestation zugesagt. Mit Ulrike Meder konnte der Verein zeitgleich eine neue Fachkraft für Hunde gewinnen, die künftig nicht nur die Vierbeiner im Tierheim begleiten wird, sondern auch für externe Hundebesitzer Trainings und Seminare anbieten möchte. „Hunde ist ein großes Thema im Tegernseer Tal“, sagt Ecker-Schotte. „Und das wird es auch bleiben.“

Und das ist die neue Führungsriege des Tierschutzvereins Tegernseer Tal: Vorsitzende: Johanna Ecker-Schotte, Zweite Vorsitzende: Christiane Pfund (neu), Schatzmeisterin: Claudia Janssen, Schriftführerin: Monika Modrok, Beiräte: Claudia Zill, Manuela Hafner, Angelika Drexler, Barbara Hertweck, Brigitte Danzinger, Tobias Adam, Tino Hantschel, Maria Faltermann, Matthias Alber.

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