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Der denkmalgeschützte Pfarrhof in Egern ist wegen des Brandschutzes nur eingeschränkt nutzbar. Im Frühjahr beginnt die Sanierung. Der Garagenanbau wird abgerissen und durch einen Erweiterungsbau ersetzt.

Endlich: Ordinariat gibt Geld frei

Der Egerner Pfarrhof soll wieder Schmuckstück werden

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Rottach-Egern – Der Egerner Pfarrhof soll wieder glänzen wie früher – und deutlich mehr Raum bieten als bisher. 3,5 Millionen Euro gibt die Kirche für den Umbau aus.

Vor wenigen Tagen hat Pfarrer Walter Waldschütz den konkreten Bauantrag im Rottacher Rathaus eingereicht. Der Ortsplanungsausschuss des Gemeinderates wird sich am Mittwoch, 14. September, damit befassen. Die Kirche darf mit Zustimmung rechnen. „Es ist unser Interesse, dass wir einen sauberen Pfarrhof bekommen“, sagt Bürgermeister Christian Köck (CSU). Eben darum hat der Gemeinderat auch schon finanzielle Unterstützung zugesagt. Wie berichtet, schießt die Kommune 200 000 Euro zu, zahlbar in zwei Raten ab 2017. 150 000 Euro bezahlt die Pfarrei aus eigener Tasche. Den Rest der insgesamt 3,5 Millionen Euro teuren Sanierung finanziert das Erzbischöfliche Ordinariat.

Auf dessen Zusage hat man in Rottach-Egern lange gewartet. „Die Pläne liegen ja schon seit 2007 in der Schublade“, berichtet Köck. Schon der frühere Pfarrer Norbert Kley hatte sich dafür starkgemacht, den denkmalgeschützten Pfarrhof auf Vordermann zu bringen. Es war die Zeit, als der Zusammenschluss der Pfarrgemeinden Tegernsee mit Rottach-Egern/Kreuth bevorstand. Die Frage, ob der Sitz des neuen Pfarrverbands in Egern oder in Tegernsee sein sollte, erhitzte die Gemüter. Letztlich fiel die Entscheidung für Tegernsee, offiziell gegründet wurde der Verband 2010. Als dessen Leiter zog Pfarrer Waldschütz im Tegernseer Pfarrzentrum Quirinal ein, Pfarrer Kley verabschiedete sich. Und die Rottacher Baupläne waren erst mal kein Thema mehr.

Inzwischen ist der alte Pfarrhof ziemlich marode. Der alte Saal im Dachgeschoss kann wegen des Brandschutzes nur eingeschränkt genutzt werden, die Räume sind alt, im Keller modert’s. „Der Umbau ist wirklich nötig“, findet Bürgermeister Köck. Und für die Pfarrei, weiß der Rottacher Kirchenpfleger Kajetan Liedschreiber, geht ein Herzenswunsch in Erfüllung. Dass jetzt noch etwas schief läuft, ist seines Erachtens nicht zu erwarten. Die Pläne seien mit allen Behörden vorbesprochen. Er rechne damit, dass die Baugenehmigung in zwei bis drei Monaten vorliege. „Aber wir fangen im Winter nicht mehr an“, meint Liedschreiber. Die Arbeiten sollen im Frühjahr beginnen und werden viel Zeit in Anspruch nehmen: schätzungsweise fast drei Jahre. Wegen des Denkmalschutzes seien die Arbeiten sehr aufwendig, erklärt Liedschreiber: „Das Haus wird vorsichtig entkernt.“ Zudem ist der Rückbau einer Wohnung vorgesehen, die sich noch im Pfarrhaus befindet.

In der Westseite wird künftig ein Pfarrbüro untergebracht, im hinteren Teil entstehen Jugendräume. Der neue Pfarrsaal kommt in einen Anbau. 100 Menschen haben dort Platz. Die Gemeindebücherei, die auch jetzt schon im Pfarrhof beheimatet ist, erhält dort ebenfalls schöne Räume. Zudem soll das Heilige Grab zumindest in Teilen ganzjährig ausgestellt werden. Bislang ist es nur alle zwei Jahre in der Pfarrkirche zu sehen. Aber auch das Archiv und Utensilien wie Fahnen und Kirchengewänder, die bislang an diversen Standorten verteilt untergebracht sind, bekommen einen festen Platz.

Mit der Einweihung rechnet Liedschreiber frühestens Ende 2018. Bis dahin muss die Pfarrei mit Übergangslösungen zum Beispiel für die Treffs von Frauenbund und Chor zurechtkommen. Aber dies, meint Liedschreiber, sei dank großer Unterstützung gut möglich.

jm

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