Objekte verschiedener Genres finden Kunstfreunde in den lichten Räumen der neuen Galerie „RNP fine arts“.
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Objekte verschiedener Genres finden Kunstfreunde in den lichten Räumen der neuen Galerie „RNP fine arts“.

NEUERÖFFNUNG - Rebecca Niehues-Paas hat für ihre Galerie ein besonderes Motto

Ein Lächeln beim Betrachten von Kunst

  • Alexandra Korimorth
    VonAlexandra Korimorth
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Mitten im Lockdown hat sich die Rottacherin Rebecca Niehues-Paas entschlossen, ihren langhegten Wunschtraum von einer eigenen Galerie zu verwirklichen. Nun war es soweit: Im Kreis von 100 Kunstfreuden öffnete „RNP fine arts“ ihre Pforten.

Rottach-Egern - Wenn jemand, der seit 40 Jahren in der Kunstszene zu Hause ist, Kunst vermittelt und zu Kunst berät, zur Galerieeröffnung einlädt, dann gerät diese schnell zum Place-to-be für Künstler, Kunstaffine, Schauspieler, Kunstmäzene und andere Freigeister aus Nah und Fern. So geschehen an diesem Nachmittag in der Leo-Slezak-Straße. Man drängte sich im großen Galerieraum im Erdgeschoss zwischen dem Bein-Brunnen „Fountain for Arthur Rimbaud“ des vielfach ausgezeichneten österreichischen Künstlers Erwin Wurm, Suse Kohlers bayrischer Frida „Philomena“ und Carlo Rampazzis knallblauen „Opus Garden Armchair“, in den kleineren Galerieräumen im Untergeschoß und vor den großen Schaufenstern. Dort ist die versierte Hand einer Galeristin unverkennbar, die ihren Master in Contemporary Art in London gemacht hat und es gleichermaßen mutig und witzig versteht, Werke unterschiedlicher Genres und freilich auch Künstler in einen Kontext zueinander zu stellen.

In den Fenstern etwa waren Gips-Objekte von B17 – beispielsweise unter dem Titel „Breaking the Wave“ Toilettenpapierrollen auf einer miniaturisierten Europalette aus Acryl – vor modernen, sich thematisch tangierenden Gemälden zeitgenössischer Künstlerinnen wie Marianne Durach („Blau OT“), Haiying XU (Es war einmal 006“), Kathrin Andre („La Gazetta dello Sport“) und Claudia Söding („Coastline“) zu sehen. Aber nicht nur der Mix von Zeitgenössisch und Zeitgenössisch funktioniert hier. Rebecca Niehues-Paas setzt auch Neues mit Klassikern der Moderne, etwa von Pablo Picasso, Max Ernst, August Macke und Herbert Beck in Bezug zueinander.

Galerieeröffnung in Rottach-Egern: „Tiefergehend und gleichzeitig flippig“

„Ich möchte, dass Kunst bei den Betrachtern ein Lächeln hervorruft“, sagt Niehues-Paas, deren Galerieslogan in Anlehnung an das Dalai Lama Buch „The Art of Hapiness“, „The Hapiness of Art“ lautet. Und happy dürfte die frischgebackene Galieristin sein, die von Michael Beck in der Idee bestärkt worden war, in Rottach-Egern eine tiefergehende und gleichzeitig flippige Galerie zu eröffnen. Schließlich hingen nach nicht einmal einer Stunde schon etliche rote „Verkauft“-Aufkleber auf diversen Werken.

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ak

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