Bergwacht Rottach-Egern
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Der Rettungshubschrauber Christoph 1 war im Einsatz.

Erschöpfte Wanderer am Wallberg, Hilferuf im Neureuthgebiet

Einsatzmarathon für Bergwacht

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Einen regelrechten Einsatzmarathon hat die Bergwacht Rottach-Egern am Dienstag erlebt. Im fokus: der Wallberg und die Neureuth.

Rottach-Egern – Einen regelrechten Einsatzmarathon hat die Bergwacht Rottach-Egern am Dienstag erlebt. Um 11.45 Uhr kam ein Anruf, dass eine Wanderin, die zwischen dem Alten Wallberghaus und der Bergstation unterwegs war, wegen Erschöpfung nicht mehr weiterkönne. Ein Team der Bergwacht machte sich auf den Weg.

Inzwischen wurden die Bergretter von der Rettungsleitstelle informiert, dass am Wallberg ein weiterer Einsatz nötig ist: In der Nähe der Freisinger Hütte, auf einem steilen, felsigen Steig, hatte sich eine 60-jährige Urlauberin den Unterschenkel gebrochen. Eine weitere Mannschaft rückte an, zugleich wurde der Rettungshubschrauber Christoph 1 aus Harlaching angefordert, der die Frau nach der Bergung ins Krankenhaus Agatharied flog. Bis etwa 15 Uhr, so Felix Oswald von der Bergwacht, dauerte dieser Einsatz. Das Parallel-Team, das am Vormittag gestartet war, traf die erschöpfte Wanderin allerdings nicht mehr an.

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Bergwacht im Dauereinsatz: Drei Frauen verirren sich an der Neureuth

Gegen 17 Uhr hieß es erneut: Erschöpfter Wanderer am Wallberg in Not, diesmal am Sommerweg. Damit nicht genug: Im Neureuthgebiet, irgendwo zwischen Neureuthhaus und Tegernsee, hatte sich eine Gruppe von drei Frauen im Wald verirrt. „Die wussten nicht mehr weiter, weder links noch rechts“, berichtet Oswald. Über Handy wurde die Gruppe lokalisiert und sicher zum Parkplatz begleitet.

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Felix Oswald zieht Bilanz: 13 Bergretter waren im Einsatz, dazu der Heli mit Besatzung. „Man kann es den Leuten nicht verwehren, dass sie in die Berge wollen“, sagt Oswald. „Doch viele unterschätzen, dass es sich auch bei uns, obwohl wir nicht die Zugspitze oder der Watzmann sind, um alpines Gelände handelt.“ Die Fehleinschätzung der eigenen Kräfte der Wanderer und auch das drückende Wetter hätten am Dienstag zu den zahlreichen Einsätzen geführt. 

Oswald nutzt die Gelegenheit, um sich bei der Wallbergbahn und auch bei der Gemeinde Rottach-Egern für die gute Zusammenarbeit zu bedanken. „Wir können immer auf die Infrastruktur und die Man-Power zurückgreifen.“

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 gr

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