Messer-Mann ersticht Frau mitten auf der Straße - Täter auf der Flucht

Messer-Mann ersticht Frau mitten auf der Straße - Täter auf der Flucht
+
Erfolgreich umgestaltet: Das Kutschenmuseum im Gsotthaber Hof (vorne) hat dank des Cafés Gäuwagerl viel mehr Zulauf. Komplett wird das Ensemble durch den Voitlhof (hinten) und die sanierten Vereinsräume.

Jahresrechnung 2016 Thema im Gemeinderat 

Erfolgreiche Investitionen und dickes Steuer-Plus

  • schließen

Das Kutschenmuseum ist raus aus den tiefroten Zahlen: Das Konzept für den Gsotthaber Hof geht auf. Überhaupt stimmt die Jahresrechnung 2016 den  Rottacher Gemeinderat froh.

Rottach-Egern – Die Investition ins Kutschenmuseum hat sich gelohnt: Das stellte der Rottacher CSU-Gemeinderat Thomas Forche als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses fest. Untersucht hatte das kleine Gremium die Jahresrechnung 2016. Die weist fürs Museum im Gsotthaber Hof nur noch ein Betriebsdefizit von 2000 Euro aus. Ein Klacks gegen das Minus im Jahr 2014, dem letzten vor dem rund 300 000 Euro teuren Umbau: Damals belief sich das Soll auf satte 54 000 Euro.

Den Aufschwung verdankt das Museum dem neu eingerichteten Café Gäuwagerl, das die Familie Bogner als Pächterin betreibt. Seit der Wiedereröffnung im Mai 2016 ist das Museum vom Café aus durch ein Drehkreuz erreichbar. Somit muss keine Kasse mehr besetzt werden. Das Café hat einen Museumsbesuch deutlich attraktiver gemacht, wie die Zahlen beweisen. 2014 nahm die Gemeinde 2700 Euro Eintrittsgeld ein, 2016 waren es 4560 Euro. Zudem bringt die Verpachtung des Cafés der Gemeinde 31 000 Euro pro Jahr ein. Der Umbau des Kutschenmuseums ist nur ein Teil des Konzepts rund um den Gsotthaberhof, das die Gemeinde Rottach-Egern gemeinsam mit der Familie Bogner entwickelt und erst heuer fertig umgesetzt hat.

Der gemeindliche Gasthof Gsotthaber Stubn hat dem historischen Voitlhof der Bogners Platz gemacht. Unter dessen Dach ist nicht nur der neue Gasthof Zotzn geschlüpft, sondern auch die Hutmacherei Wiesner samt Werkstatt. Daneben hat die Gemeinde die Räumlichkeiten für die Tennisspieler und den Schützenverein saniert, im Winter ist dort ein Langlauf-Stützpunkt angesiedelt. Wo einst die Kegelbahn war, hat jetzt die Naturkäserei TegernseerLand einen großen Reifekeller.

Mehr als zufrieden kann die Gemeinde mit der gesamten Einnahmesituation des Jahres 2016 sein. „Es gab mehrere positive Überraschungen“, meinte Forche. So brachte die Gewerbesteuer 2,3 Millionen Euro mehr ein als erwartet, die Grunderwerbssteuer bescherte ein Plus von 600 000 Euro, der Anteil an der Einkommensteuer überstieg die Kalkulation um 300 000 Euro, der Fremdenverkehrsbeitrag um 190 000 Euro. Insgesamt, so Forche, habe Rottach-Egern damit ein unverhofftes Plus von 3,5 Millionen Euro zur Verfügung. Der Ausschuss empfehle, das Geld in den geplanten Neubau des Schulhauses und in ein Wohnprojekt für Menschen mit kleinem Einkommen fließen zu lassen. Bürgermeister Christian Köck (CSU) pflichtete bei. „Das Steueraufkommen soll uns nicht zum Übermut verleiten“, meinte er. Der Start eines gemeindlichen Wohnbauprojekts stehe schon länger auf der Agenda. Er werde vor dem Ende der Legislaturperiode noch erfolgen.

Ins Geld gehen weiterhin die Kurbetriebe – dazu gehört der Beitrag für die Tegernseer Tal Tourismus GmbH. Das Defizit beläuft sich auf 325 000 Euro. Nicht eingerechnet ist dabei der Betrieb von Warmbad und Seeforum. Bezieht man ihn mit ein, steigt das Defizit des Kurwesens auf 700 000 Euro. Den Löwenanteil der Kosten verursacht das Warmbad, aber auch bei der Vermarktung des Seeforums sieht der Rechnungsprüfungsausschuss Optimierungsbedarf. Der Gemeinderat, regte Forche an, solle sich bald intensiv mit diesem Thema befassen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Junge Union Tegernsee-Egern-Kreuth gegründet - Das sind ihre Ziele
Tegernsee-Egern-Kreuth hat jetzt eine eigene Junge Union. Vorsitzender Szymon Tupta (18) will vieles ändern und hat klare Vorstellungen - vor allem in der Asylpolitik.
Junge Union Tegernsee-Egern-Kreuth gegründet - Das sind ihre Ziele
Gemeinde will Raser zur Räson bringen 
Wären die Blitzer scharf gestellt gewesen, wären 300 Autofahrer ihren Lappen los: Das Ergebnis einer Geschwindigkeitsmessung vor wenigen Wochen in Marienstein liest sich …
Gemeinde will Raser zur Räson bringen 
Liebe Brautpaare, lasst Euch bitte nicht stressen
Der Hochzeitstag sollte der schönste Tag im Leben eines jeden Paares sein. Nicht selten mutiert er jedoch zu einem der stressigsten. Das muss nicht sein, findet unser …
Liebe Brautpaare, lasst Euch bitte nicht stressen
Die Initiatoren legen nach
Mit ihrer Unterschriftenaktion haben fünf Tegernseer die Debatte um das alte Feuerwehrhaus wieder angeheizt. Warum steht das Haus nicht unter Denkmalschutz? Gibt’s …
Die Initiatoren legen nach

Kommentare