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Die ersten Bagger sind angerollt. Der Gasthof Glasl wird umgebaut, daneben entstehen Wohnhäuser. Noch handelt es sich um vorbereitende Maßnahmen: Weil die Genehmigung aussteht, kann der eigentliche Bau noch nicht beginnen.

Vorbereitende Maßnahmen: Für offiziellen Start fehlt die Genehmigung

Erste Bagger beim historischen Gasthof Glasl 

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Rottach-Egern - Der alte Gasthof Glasl soll noble Eigentumswohnungen beherbergen, daneben sind Neubauten geplant. Inzwischen sind dort Bagger im Einsatz. Es handelt sich nach Aussage des Eigentümers aber nur um Vorarbeiten. 

Beim alten Gasthof Glasl sind die ersten Bagger angerollt. „Es handelt sich aber nur um Voruntersuchungen“, sagt Bernhard Sautter von der Haushamer Immobilienfirma Wohnen Bauen Grund GmbH. Die eigentlichen Bauarbeiten hätten noch nicht begonnen. „Wir haben ja noch keine Genehmigung“, erklärt Sautter. 

Die Maßnahme werde aber schon vorbereitet. Schließlich soll der Bau nach Möglichkeit heuer beginnen. Wie berichtet, hat Sautter den denkmalgeschützten Traditionsgasthof im Rottacher Ortsteil Oberach erworben, um dort noble Eigentumswohnungen einzubauen. Der Ortsplanungsausschuss des Gemeinderates hat die Planung Ende Juni befürwortet. Die Gestaltung war nicht unumstritten: Der Beschluss fiel mit 6:4 Stimmen.

 Im Erdgeschoss sowie im ersten Stock sollen je zwei Eigentumswohnungen entstehen, eine weitere unter dem Dach. In der ehemaligen Tenne ist eine Galerie-Wohnung vorgesehen, die sich über zwei Etagen erstreckt. Der ehemalige Stall wird Technik- und Lagerräume beherbergen, auch eine Gemeinschaftssauna ist geplant. Neben dem Gasthaus-Umbau gehören auch Neubauten zur Planung. Realisiert werden sie von der Münchner Stahl & Stahl Bauen und Wohnen GmbH und der Ernst Tengelmann GmbH. Letztere plant ein Einfamilienhaus, die Münchner Gesellschaft ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen. Es entsteht auch eine Tiefgarage mit 30 Plätzen zur gemeinsamen Nutzung. Alle drei beteiligten Unternehmen wollen zur gleichen Zeit loslegen, wie Sautter erklärt. Man arbeite eng zusammen. Er selbst lässt gerade die Substanz des historischen Gasthauses untersuchen. 

Wie lange es dauern wird, ihn umzubauen, lasse sich noch nicht sagen: „Bei denkmalgeschützten Gebäuden gibt’s oft Überraschungen.“ Der Glasl hat eine lange Geschichte. Dort soll schon der Wildschütz Jennerwein am Stammtisch Geschichten erzählt haben. Vor nun drei Jahren entschied der damalige Wirt Wolfgang Lentner, die Immobilie zu verkaufen. Es bildete sich die Initiative „Rettet den Glasl“, die für den Erhalt der Traditionswirtschaft kämpfte. Deren Abriss war bereits beschlossen, wurde aber vom Landesamt für Denkmalpflege verhindert. Nun bleibt die historische Bausubstanz erhalten – aber der Traum, dass die alte Wirtschaft wieder öffnet, hat sich nicht erfüllt.

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