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FC Bayern feiert Fußballfest beim FC Rorrach-Egern
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Thomas Müller
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Corentin Tolisso
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0:23 gegen den FC Bayern München

Starker FC Bayern: FC Rottach-Egern leistet Schwerstarbeit gegen den Rekordmeister

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Tore sind das, was man sehen will, wenn man ins Stadion geht. So gesehen, bekamen die rund 2500 Fußball-Fans am Donnerstagabend am Birkenmoos in Rottach-Egern ein perfektes Spiel serviert. Der FC Bayern setzte sich gegen den FC Rottach-Egern mit 23:0 (11:0) durch.

Für beide Mannschaften war es ein freundschaftliches Testspiel, wenn auch mit ungleichen Vorzeichen: Während der deutsche Rekordmeister überlegen den Ball laufen ließ und das eingeübte Programm der letzten Tage umsetzte, wurde das Team von Trainer Holger Fritz extrem gefordert und hatte keinen Zugriff. Aber: Trotz des Unterschieds – Champions League zu Kreisklasse – gab die Heimmannschaft nie auf, sondern zeigte Kampfgeist, Motivation und einige wirklich gute Aktionen, die in ihrer Liga Tore bedeutet hätten.

FC Bayern München: Rottacher leisten Schwerstarbeit gegen den Rekordmeister

Für die Fans am ausverkauften Sportplatz war die Show der Bayern absolut sehenswert, denn hier konnte jeder aus nächster Nähe sehen, was den Unterschied zum Profifußball ausmacht: Tempo, Tempo, Tempo. Die Münchner präsentierten sich in starker Form, agierten auch mental unglaublich schnell und kombinierten sicher im gegnerischen Strafraum.

Mal reinklicken: Hier geht‘s zur ersten Fotostrecke der Bayern-Spiels

Trainer Nico Kovac hat das Trainingslager am Birkenmoos gut genutzt. Die Mannschaft wirkte fokussiert – keine Spur von Gaudikick. Die Frage, ob die Rottacher wieder ein ansehnliches Ergebnis schaffen würden wie im vergangenen Jahr beim Nur-5:2-Erfolg der Münchner war schnell beantwortet: Robert Lewandowski, der oft die Rolle des Ballverteilers am Strafraum übernahm, schoss, Stefan Sack blockte, und Renato Sanches staubte zum 1:0 ab (7.). Lewandowski zu Leon Dajaku – 2:0 (8.). Die nächsten beiden Treffer übernahm der Goalgetter selbst.

Die Abwehr im Dauer-Alarmzustand

Für Rottach war das Spiel Schwerstarbeit. Die Abwehr im Dauer-Alarmzustand, und Keeper Domingo Grafunder mittendrin – mit einigen starken Paraden, aber oft chancenlos. Nach 72 Minuten ging er vom Feld, und Veit Habersetzer übernahm. Wie viele Tore er kassiert hatte? „Keine Ahnung, auf jeden Fall zu viele“, gestand er später lachend beim Auslaufen. „Es ist der Wahnsinn. Gegen die läufst du nur hinterher.“ Was kein Wunder sei. „Während die Bayern zweimal am Tag trainieren und ihre Abläufe einüben, trainieren wir zweimal die Woche und gehen arbeiten.“ Trotz der vielen Tore sei das Spiel aber ein Erlebnis gewesen. „Es macht einfach Spaß, gegen so eine Mannschaft zu spielen.“

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Das enorme Tempo im Spiel des Double-Gewinners ist auch für Florian Schlichtner der größte Unterschied. „Wenn die Bayern angreifen, schieben sie wie eine Wand auf die Abwehr drauf. Wir machen das dagegen mit zwei Mann“, sagt der Außenverteidiger, der zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde. „Wir wollten im Idealfall ein Tor mehr schießen als im Vorjahr.“ Dann sei er aber froh gewesen, dass Rottach die ersten sechs Minuten torlos überstand. Schnell war klar: „Diesmal machen sie ernst.“

Kovac forderte ein Zu-null-Ergebnis

Trainer Holger Fritz ist trotzdem stolz auf seine Mannschaft: „Normalerweise sagst du vor dem Spiel: Geht raus und spielt wie immer, aber das ist gegen diesen Gegner nicht möglich. Da ist schon auch großer Respekt da.“ Außerdem hatte Niko Kovac vor dem Spiel „die dringende Bitte“ geäußert, nicht zu hart einzusteigen, um Verletzungen zu vermeiden. Was die Rottacher ernst nahmen: Als Samet Yilmacer Niklas Süle etwas härter checkte und der Nationalspieler zu Boden sackte, kümmerte sich der Rottacher besorgt um ihn.

Auch Fritz staunte über das Tempo der Bayern. „Unser Tobi Schlichtner ist der Zweitschnellste der Liga, aber das konnte er hier nicht ausspielen.“ Zumal die Bayern diesmal stärker waren als im Vorjahr. „Sie sind weiter in der Vorbereitung und deutlich eingespielter. Und sie haben das Spiel ernst genommen – spätestens nach unserem Warnschuss in der ersten Minute. Es war auch zu hören, dass Kovac ein Zu-null-Ergebnis gefordert haben soll.“

Fokussiert auf dem Feld, entspannt bei den Fans. Nach dem Schlusspfiff besuchten die Bayern-Stars die Fans, gaben Autogramme und ließen sich geduldig für Selfies knipsen. Am meisten Ausdauer zeigte dabei Thomas Müller, der seelenruhig seine Kurve bis zum letzten Fan abarbeitete. Ein Beleg dafür, dass der Rekordmeister langsam auch für das Trainingslager dahoam seine Form findet, wie es Borussia Mönchengladbach schon seit Jahren an selber Stelle vormacht.

ddy


FC Rottach-Egern - FC Bayern München 0:23 (0:11)

FC Rottach-Egern: 1. Halbzeit: Grafunder (72. Habersetzer) – Wabnitz, Paetzold, S. Yilmacer, Soursoglou, Nantschev (30. Pfluger), T. Pietzko, F. Yilmacer, Sack, Werner, T. Schlichtner.

2. Halbzeit: Haimerl, Trettenhann, F. Pietzko, Schmidt, Widmann, Dietrich, Stöckl, Krupp, Rujevic, F.Schlichtner, Saket, Nazlikul, Reindl.

FC Bayern München: 1. Halbzeit: Neuer (30. Früchtl) – Zaiser, Süle, Mai, Davies – Tolisso, Thiago, Sanches – Dajaku, Lewandowski, Gnabry. 2. Halbzeit: Früchtl (65. Ulreich) - Nollenberger, Pavard, Hernández, Will - Singh, Kimmich, Goretzka - Müller, Wriedt, Arp.

Tore: 0:1 Sanches (7.), 0:2 Dajaku (8.), 0:3 Lewandowski (9.), 0:4 Lewandowski (16.), 0:5 Sanches (20.), 0:6 Lewandowski (30.), 0:7 Gnabry (34.), 0:8 Tolisso (38.), 0:9 Tolisso (41.), 0:10 Tolisso (42.), 0:11 Tolisso (43.), 0:12 Müller (49.), 0:13 Wriedt (55.), 0:14 Singh (60.), 0:15 Müller (61.), 0:16 Goretzka (63.), 0:17 Goretzka (67.), 0:18 Dietrich (74./Eigentor), 0:19 Wriedt (76.), 0:20 Goretzka (79.), 0:21 Nollenberger (80.), 0:22 Wriedt (83.), 0:23 Müller (88.).

Schiedsrichter: Jochen Gschwendtner (SSV Wurmannsquick).

Zuschauer: 2500.

Gelbe Karten: keine.


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