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Viele schwierige Einsätze - unter anderem schwere Kletterunfälle - hatte die Rottacher Bergwacht im Laufe der Amtszeit von Felix Oswald zu meistern. Nun zieht sich der 43-Jährige von dem Chefposten zurück.

Nach nur vier Jahren im Amt

Darum hört der Rottacher Bergwacht-Chef Oswald auf

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Rottach-Egern - Nach nur einer Wahlperiode gibt Felix Oswald (43), seit 2013 Bereitschaftsleiter der Bergwacht Rottach-Egern, den Chefposten wieder ab. Die Gründe.

Es ist ein schwieriger Spagat, den der Leiter einer Bergwacht-Bereitschaft hinbekommen muss: Auf der einen Seite wird immer mehr Professionalität gefordert, auf der anderen Seite ist und bleibt der Job ein Ehrenamt. „Das ist eine Gratwanderung“, sagt Felix Oswald, der 2013 das Amt des Rottacher Bereitschaftsleiters übernommen hat.

In den ersten beiden Jahren, so hat der 43-jährige Familienvater ausgerechnet, habe er es mit seinem Ehrenamt auf durchschnittlich einen Arbeitstag pro Woche gebracht. Ein enormer Zeitaufwand, den er so künftig nicht mehr schultern könne.

Bereits im Januar beginnt Oswald bei seinem Arbeitgeber, der Allianz, eine berufliche Weiterbildung. „Ich werde pro Monat ein bis zwei Wochen weg sein“, sagt der Kreuther. Ein zu großer Zeitraum, um der Aufgabe eines Bereitschaftsleiters noch gerecht werden zu können. Somit müssen die Kameraden bei ihrer Jahreshauptversammlung am 3. März kommenden Jahres eine neue Führungsspitze wählen.

Seine Kameraden – derzeit sind es in Rottach-Egern knapp 60 aktive Bergwachtler – hat Oswald schon länger über seine Entscheidung informiert. Die Nachfolge soll schließlich ordentlich geregelt sein. „Es wird jemand aus den Reihen der Mannschaft nachrücken“, sagt der 43-Jährige, ohne zu diesem Zeitpunkt konkrete Namen nennen zu wollen. Sein größtes Anliegen sei es, die Aufgabe geordnet zu übergeben, meint Oswald. „Der Apparat muss ja ab 4. März nahtlos weiterlaufen.“ Dann übrigens auch mit einem neuen Vize: Der bisherige stellvertretende Bereitschaftsleiter, Rainer Motzet, ist bereits im Oktober 2016 aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten.

Vier Jahre Chef der Bergwachts-Bereitschaft am Tegernsee: Oswald möchte die Zeit nicht missen. „Ich habe sehr viel gelernt“, sagt er. Von einem Tag auf den anderen habe er plötzlich Verantwortung für seine Leute übernehmen müssen. „Das war eine riesige Herausforderung.“ Hinzu kam, dass ihm gleich das erste Jahr seiner Amtszeit viele schwere und dramatische Einsätze bescherte. Zwei Todesfälle innerhalb der Kameradschaft waren zu verkraften.

Doch Oswald nimmt auch viele positive Erfahrungen mit. „Die Wertschätzung in der Bevölkerung gegenüber der Bergwacht ist enorm“, meint er. Und auch in den Reihen der Kameradschaft habe er viel Solidarität und Zusammenhalt erfahren – „auch wenn es Meinungsverschiedenheiten gibt, am Ende ziehen alle wieder an einem Strang“.

Dass innerhalb einer Bereitschaft nicht nur eitel Sonnenschein herrschen könne und auch sein Rückzug vom Chefposten unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen hat, ist Oswald bewusst. Seiner Bereitschaft aber hält der Kreuther, der zuvor schon zwölf Jahre lang Schriftführer und etliche Jahre Einsatzleiter war, auch weiterhin die Treue. „Aber ich werde keine leitende Funktion mehr übernehmen.“

gab

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