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Regel-Verschärfung für G7-Gipfel: Hobby-Flieger könnten per Hubschrauber abtransportiert werden

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Von: Gabi Werner

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Das Fliegen im Luftraum über dem Tegernsee ist während des G7-Gipfels in Elmau tabu.
Das Fliegen im Luftraum über dem Tegernsee ist während des G7-Gipfels in Elmau tabu. © Archiv tp

Gleitschirme über dem Tegernsee wird man ab Sonntag vergebens suchen: Wegen des G7-Gipfels herrscht Flugverbot. Die Betroffenen nehmen es gelassen.

Update vom 23. Juni, 18.40 Uhr: Um Elmau wird während des Wochenendes ein weitreichende Flugverbotszone eingerichtet: Ab Samstag um 14 Uhr gilt bis Dienstag um 24 Uhr für Flüge mit Sichtflugregeln ein Flugverbot im Radius von 56 Kilometern rund um Elmau. Das gab die Polizei am Donnerstag unter Berufung auf einen Erlass des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr bekannt.

Nach Sichtflugregeln fliegen beispielsweise Drachen- und Gleitschirmflieger, aber auch Segelflugzeuge. Der klassische Linienverkehr fliegt hingegen nach Instrumentenflugregeln und ist vom Verbot nicht betroffen. Für Ankunft und Abreise der Staats- und Regierungschefs werden immer wieder Flugbeschränkungsgebiete erlassen. Über einen Verbindungskorridor mit dem Flugbeschränkungsgebiet in Elmau reicht die Zone somit praktisch von Ingolstadt bis zur italienischen Staatsgrenze und am Alpenrand von Füssen bis an den Tegernsee.

Ursprungsmeldung vom 23. Juni, 10.00 Uhr: Rottach-Egern – Wenn sich ab Sonntag, 26. Juni, im Kreis Garmisch-Partenkirchen die Staats- und Regierungschefs von sieben führenden Industrienationen zum G7-Gipfel 2022 in Elmau treffen, hat das auch Auswirkungen aufs Tegernseer Tal. Der Rottacher Wallberg liegt in der Flugverbotszone.

Das bedeutet: Von Sonntag, 8 Uhr, bis Dienstag, 28. Juni, 24 Uhr, dürfen von dort keine Gleitschirme oder Drachenflieger starten. Dominik Lang vom Drachen- und Gleitschirmfliegerclub Tegernseer Tal sieht in dem Verbot kein größeres Drama: „Wir nehmen es emotionslos hin und haben uns daran zu halten.“

Wegen G7-Gipfel 2022 in Elmau: Flugverbot über dem Tegernsee - Flieger wurden informiert

Dass das Fliegen vom Wallberg für die paar Tage tabu ist, dürfte sich in der Flieger-Szene bereits herumgesprochen haben, glaubt der Vorsitzende. Seine Mitglieder habe der Verein per Newsletter über das Flugverbot während des G7-Gipfels informiert. Dieser Tage werde man noch Info-Zettel bei der Wallbergbahn und am Landeplatz aushängen. „Das müsste im Normalfall reichen“, glaubt Dominik Lang, der an die Mitglieder appelliert, das Verbot auch zu beachten.

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Wenn nicht, kann dies ernste Konsequenzen haben. Ein Verstoß gegen die Beschränkung stellt laut Polizei eine Straftat dar. Antonia Asenstorfer, Sprecherin der Brauneck- und Wallbergbahnen GmbH, kann sich sogar an einen Fall erinnern, als ein Gleitschirmflieger per Hubschrauber aus der Flugverbotszone geholt wurde. 2015, als die G7-Runde schon einmal auf Schloss Elmau tagte, hatte es ebenfalls ein solches Flugverbot gegeben.

Flugverbot für Gleitschirmflieger: Wallbergbahn wird „niemanden zum Fliegen befördern“

Auch Asenstorfer stellt klar: Die Wallbergbahn werde in der Phase des Flugverbots „niemanden zum Fliegen befördern“. Sollte jemand mit Ausrüstung erscheinen, werde er darauf hingewiesen, so Asenstorfer, die keine größeren Schwierigkeiten erwartet. „Unsere Gleitschirm-Schulen und Locals wissen Bescheid.“ (gab)

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