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Steht so da seit 2013: ehemaliger Gasthof Glasl in Rottach-Egern.

Bauausschuss nicht begeistert

Gasthof Glasl: Jetzt steht der Plan für den Umbau

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Rottach-Egern – Der ehemalige Gasthof Glasl wird umgebaut. Jetzt liegt endlich ein Bauantrag vor. Doch der Ortsplanungsausschuss ist nicht restlos begeistert.

Die Zukunft des ehemaligen Gasthofs ist ein heikles Thema im Ort. Während eine Aktionsgruppe mit dem Namen „Rettet den Glasl“ um den Erhalt des Traditions-Wirtshauses im Ortsteil Oberach gekämpft hatte, hielten andere Bürger nichts davon, sich in die Privatangelegenheit des damaligen Glasl-Wirts Wolfgang Lentner einzumischen. Der Streit ist drei Jahre her – und buchstäblich wächst Gras über die Angelegenheit. Die Haushamer Immobilienfirma Wohnen Bauen Grund GmbH ist neue Besitzerin und blickt nach vorne. Geschäftsführer Bernhard Sautter hat sich allerdings Zeit gelassen mit dem Bauantrag. Wir haben Sauter bereits vor zwei Jahren im Glasl getroffen. Seitdem ist wenig passiert. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, viele Details musste Architekt Florian Erhardt dafür klären.

Das ist geplant: 

Im Erdgeschoss sowie im ersten Stock sollen jeweils zwei Eigentumswohnungen entstehen, eine weitere unter dem Dach. In die ehemalige Tenne wird eine große Galerie-Wohnung über zwei Etagen eingebaut, der ehemalige Stall wird zu Technik- und Abstellräumen umfunktioniert, auch eine Gemeinschafts-Sauna ist vorgesehen. Die Tennenbrücke wird erneuert, sie dient einer Wohnung künftig als Terrasse. 

Gasthaus Glasl - ein Rundgang in Bildern

Am bisherigen Wohntrakt wird ein neuer Balkon angebaut, der Eingangsbereich wird überdacht und dient künftig als Zugang für die Tiefgarage. Soweit erschien den Mitgliedern des Ausschusses der Plan akzeptabel. Kritisch wurden von einigen aber verschiedene Details gesehen: So soll das Dach eine „Firstbeleuchtung“ bekommen, also teilweise aus Glas sein, um Licht ins Innere zu lassen. Auch die Gestaltung der Tenne erschien einigen nicht satzungskonform. „Geplant sind sogenannte Fensterbänder, also Fenster hinter der Verschalung“, erklärt Bauamtsleiterin Christine Obermüller. Es wurde befürchtet, dass dies anderen Bauherren im Ort als Bezugsfall dienen könnte. Die Ausschussmitglieder forderten, dass die Genehmigung dieser Fenster ausschließlich für den Glasl-Bau gelten dürfe. Am Ende fand sich aber doch eine Mehrheit von 6:4 Stimmen für den Bauantrag.

So sah das Glasl früher aus

„Die Gemeinde will, dass was weitergeht“, sagt Obermüller. Wann die Bauarbeiten aber tatsächlich beginnen, ist offen und hängt davon ab, wie schnell die anderen Beteiligten das Projekt vorantreiben. Mit im Boot ist die Münchner Stahl & Stahl Bauen und Wohnen GmbH. Sie hat das frühere Salettl, in dem sich eine Metzgerei befand, gekauft. Das Gebäude soll abgerissen werden, den Bau eines Mehrfamilienhauses mit sechs Wohnungen hat die Gemeinde schon im Mai befürwortet. „Wir wollen ruckzuck loslegen“, sagt Geschäftsführer Tim Stahl. Zunächst müssen allerdings Fragen zur gemeinsam genutzten Tiefgarage mit 30 Stellplätzen und separaten Zugängen zu den Wohnungen geklärt werden.

Partner Nummer drei ist die Ernst Tengelmann Immobilien GmbH: Sie hat ebenfalls eine Teilfläche des Grundstücks erworben und plant ein Einfamilienhaus. Details sind hierzu noch nicht bekannt.

gr

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