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Sie müssen draußen bleiben: Hundestrand und normaler Liegebereich sind am Schorn strikt getrennt.

Hundekot-Problem: "Es ist schlimmer geworden"

Gegen Hundehalter: Rottach droht mit hartem Bußgeld

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Rottach-Egern – Dem Rottacher Bürgermeister stinkt’s gewaltig. Hundekot und freilaufende Hunde, wohin er schaut. Vor allem Einheimische halten sich offenbar nicht an die Regeln.

Wer am Schorn in Rottach-Egern zum Baden geht und dort sein Handtuch in die Wiese legt, der erlebt bisweilen eine unangenehme Überraschung. Hunde verrichten in der Wiese ihr Geschäft, und so manch Herrchen oder Frauchen lässt es liegen. Und das, obwohl von 1. Mai bis 30. September dort ein Hundeverbot gilt. „Es ist schlimmer geworden“, muss Rathauschef Christian Köck (CSU) feststellen. Völlig unverständlich sei auch folgendes Verhalten: Da ziehen Hundehalter zwar eine Tüte aus der „Dog-Station“, doch dann werfen sie diese einfach in die Wiesen, Bäche und den See. „Ganz, ganz schlimm“, findet das Köck. Auch das könne er immer wieder beobachten: Besitzer von Seegrundstücken öffnen ihre Gartentore und schicken ihre Hunde einfach hinaus, „damit sie ihr Gschäftl auf einer anderen Wiese machen, nur nicht in der eigenen.“

Regelmäßig würden Beschwerdebriefe auf seinen Schreibtisch flattern und Bürger anrufen. „Man wirft uns vor, wir seien zu lasch“, sagt Köck. Dabei hat Rottach-Egern klare Regeln, die in der „Satzung über das Hundeverbot für bestimmte Bereiche“ festgeschrieben sind – inklusive Androhung eines Bußgeldes bis zu 2500 Euro. Sogar einen Hundestrand hat die Gemeinde ausgewiesen. „Das Problem liegt ganz klar am anderen Ende der Leine“, sagt Köck. 

Viele würden die Hundesteuer fehlinterpretieren, die 2015 pro Vierbeiner auf 80 Euro, für den Zweithund auf 150 Euro und für jeden weiteren Hund auf 250 Euro erhöht wurde. „Die Steuer ist nicht dazu da, Gemeindemitarbeiter für die Beseitigung der Hinterlassenschaften zu bezahlen, sondern um den Hundebestand zu regulieren“, erklärt Köck. Kosten habe die Gemeinde schon genug: 700 Euro kostet eine Hundestation, 50 Stück sind im Gemeindebereich aufgestellt. Einen halben Tag ist ein Mitarbeiter damit beschäftigt, sie zu leeren. Allerdings verdient die Kommune auch: 333 Vierbeiner sind derzeit offiziell gemeldet.

Auch im Guten versucht es die Gemeinde: Sie verteilt Flyer mit Verhaltensregeln, hat Schilder aufgestellt, die mit lustigen Cartoons auf die ordentliche Entsorgung des Hundekots aufmerksam machen. Ohne Erfolg. Köck stinkt das Thema inzwischen gewaltig. Er sieht daher keine Alternative mehr für die Verhängung von Bußgeldern. Diese könnten allerdings nur von der Polizei verhängt werden, die Herr und Hund bei Kontrollgängen in flagranti erwischt.

Unterstützung bekommt Köck von Johanna Ecker-Schotte, FWG-Gemeinderätin und Vorsitzende des Tierschutzvereins Tegernseer Tal. „Ich will verhindern, dass alle Hundebesitzer allgemein ins schlechte Licht gerückt werden“, betont Ecker-Schotte. Als Zeichen des guten Willens hat sie zusammen mit Hundehaltern Säuberungsaktionen an den beliebten Gassi-Routen an Weißachdammweg und Rottachdamm organisiert. Ecker-Schotte bedauert, dass es sich vor allem um Einheimische handle, die nur schwer zu belehren seien und auch noch beleidigt reagieren würden, wenn man sie anspreche. Gäste würden sich meist angemessen verhalten. „Es geht um Vernunft und Rücksichtnahme“, sagt Köck. Er hofft, dass seine Appelle endlich Wirkung zeigen.

gr

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