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In diesem Gebiet soll der Bebauungsplan gelten.

Bayerischer Verwaltungsgerichtshof entscheidet über Bebauungsplan

Es geht um die Rottacher Ortsentwicklung

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Rottach-Egern - Auf dem Prüfstand steht ein einzelner Bebauungsplan, tatsächlich geht es um viel mehr. Mit Spannung wird der heutige Ortstermin des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs an der Karl-Theodor-Straße erwartet.

Die Verhandlung selbst folgt am 24. März in München. Zu entscheiden ist die Frage, ob der Bebauungsplan der Gemeinde Rottach-Egern für das Gebiet Karl-Theodor-Straße, Kreuz- und Hubertusweg unwirksam ist oder gilt. 

Für Bürgermeister Christian Köck ist klar: Diese Entscheidung wird zeigen, ob das Instrument Bebauungsplan überhaupt funktioniert. Hält der Plan vor Gericht nicht stand, dann lässt sich die unliebsame Entwicklung im ganzen Ort nicht stoppen. „Dann werden wir uns irgendwann nicht von einem Münchner Vorort unterscheiden“, fürchtet Köck. Wie berichtet, hatte der Gemeinderat im September 2014 einen Bebauungsplan verabschiedet, der verbietet, was sich ein Bauwerber dringend wünscht. Er will sein Einfamilienhaus an der Karl-Theodor-Straße abreißen lassen und durch zwei Mehrfamilienhäuser ersetzen. Das entspricht dem Trend: Vor allem Erben kleiner Villen mit großem Grundstück möchten gern den maximalen Ertrag herausholen. 

In diesem Fall hatte der Bauwerber kurz vor der Verabschiedung der Satzung der Gemeinde mit einer Entschädigungsklage in Millionenhöhe gedroht. Der Gemeinderat blieb unbeeindruckt. „Wir lassen uns den Schneid nicht abkaufen“, sagt Bürgermeister Köck. Der Gemeinderat versuche alles, um den Charakter und das Erscheinungsbild Rottach-Egerns zu erhalten. Eben dies werde von den Bürgern auch sehr gewünscht, weiß Köck. Sollte die Gemeinde vor Gericht allerdings scheitern, so möge der Bürger dies aber auch akzeptieren – und nicht wieder die Gemeinde wegen diverser Neubauten angreifen: „Wir haben wirklich alles probiert.“

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