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Auf dem Parkplatz der Wallbergbahn war gestern noch gut Platz. An schönen Wochenenden sieht das anders aus .  

Bürgermeister kündigt Gespräche mit Bahnbetreiber an

Gemeinde fordert Parkwächter an Wallbergbahn

Zu wenig Busse, Chaos auf dem Parkplatz: Was sich bei Kaiserwetter an Wallberg und Sutten abspielt, erzürnt den Rottacher Gemeinderat. Bürgermeister Christian Köck will bei der Wallbergbahn nachhaken.

Rottach-Egern – Der Rüffel von Christian Köck in Richtung Wallbergbahn fiel deutlich aus. „Die sind einfach nicht in der Lage, Service zu bieten“, monierte der Bürgermeister im Gemeinderat. Seit Jahren liege er Peter Lorenz, Geschäftsführer der Bergbahnen, in den Ohren, er möge doch an den – ohnehin wenigen – Kaiserwetter-Skisonntagen Personal engagieren, das die Autofahrer am Wallberg-Parkplatz einweise, berichtete Köck. „In Tirol ist das Standard.“ Und leicht umsetzbar. Es genüge, am Vormittag Rentner oder Studenten für einen Zehner die Stunde hinzustellen, meinte Köck. Die Kosten halte er für zumutbar. „Die verdienen an solchen Wochenenden auch was, da können sie sich auch kümmern.“ Leider sei er mit seinem Wunsch bei Lorenz bislang auf taube Ohren gestoßen, stellte Köck fest. Und an den vergangenen beiden Wochenenden sei die Situation grenzwertig gewesen. Wieder einmal. Trotz vieler Beschwerden und Nachbesserungen am Parkplatz habe sich die Situation noch immer nicht verbessert.

Eben daran hatte sich die Debatte im Gemeinderat entzündet, auch wenn der Punkt eigentlich nicht auf der Tagesordnung stand. Hermann Ulbricht (FWG) machte den Anfang und klagte über eine Lücke im Bus-Pendelverkehr an der Sutten. Von 12 bis 14 Uhr sei kein Bus nach oben zum Lift gefahren, um die dort wartenden Gäste abzuholen und ins Tal zu bringen. Eine Beschwerde, die Geschäftsleiter Gerhard Hofmann vertraut war. Offenbar sei vom Liftbetreiber versäumt worden, einen Verstärkerbus zu bestellen, erklärte Hofmann. Er habe deshalb schon ein Gespräch mit Peter Bartl vom RVO geführt. Nächstes Wochenende sollte der Service besser klappen, so Hofmann. Leider müsse sich die Gemeinde immer wieder um das Thema kümmern: „Das ist jedes Jahr das Gleiche.“ Eben dies gelte auch für die Parksituation, vor allem an der Wallbergbahn, war man sich im Gemeinderat einig. Chaos auf dem Parkplatz, sogar versperrte Rettungswege an den Zufahrten. Georg Höß (FWG) empfahl, die Verantwortlichen bei der Wallbergbahn in einem Schreiben an ihre Verantwortung zu erinnern. Schließlich stelle sich auch die Frage der Haftung. „Am Hirschberg mussten sie schon einen Heli einsetzen, weil der Rettungswagen nicht durchgekommen wäre“, meinte Höß.

Vize-Bürgermeister Josef Lang (CSU) regte an, die Kommunale Verkehrsüberwachung einzusetzen, um Falschparken zu ahnden. Ein Vorschlag, der zwiespältige Gefühle hervorrief. „Ich finde das eigentlich traurig“, meinte Andreas Erlacher (FWG). Man reagiere mit Strafe. wo Dienstleistung gefragt sei. „Und es ist jedes Jahr dasselbe Drama.“

Peter Lorenz selbst versteht die Aufregung nicht. Aus seiner Sicht ist die Situation am Parkplatz nicht aus dem Ruder gelaufen. Wer keinen Platz bekommen habe, sei eben wieder gefahren, meinte er auf Nachfrage unserer Zeitung. „An solchen Tagen kann auch ein Parkwächter nicht viel ausrichten.“ Personal nur für solche Spitzentage bereit zu halten, sei auch sehr schwierig.

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