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Großflächige Fällaktion ab Donnerstag am Rottach-Damm

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Von: Alexandra Korimorth, Stephen Hank

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Rund 150 Eschen entlang des Rottach-Damms, die von einem Pilz befallen sind, müssen bis spätestens Ende Februar gefällt sein. Dann beginnt die Vogelbrut.
Rund 150 Eschen entlang des Rottach-Damms, die von einem Pilz befallen sind, müssen bis spätestens Ende Februar gefällt sein. Dann beginnt die Vogelbrut. © Thomas Plettenberg

Betrübliche Nachricht: Am Rottach-Damm müssen großflächig Eschen gefällt werden. Ein Pilz hat die Bäume befallen. die Arbeiten beginnen am Donnerstag.

Update vom 19. Januar: Wie die Gemeinde Rottach-Egern mitteilt, beginnen die Fällarbeiten am Donnerstag, 20. Januar. In der Pressemitteilung heißt es: Die Aktion wird mit den Aufräumarbeiten insgesamt etwa ein bis zwei 2 Wochen dauern. Aus Sicherheitsgründen muss dann im Wechsel der nordseitige oder südseitige Dammweg, von der Brücke am Birkenmoos bis zur Kalkofenbrücke, gesperrt werden. Bei besonderer Gefahr sind beide Dammwege von der Sperrung betroffen. Nach Arbeitsende am Abend bis zum Morgen werden die Absperrungen aufgehoben, das heißt die Wege sind begehbar. Die Gemeinde Rottach-Egern bittet die Anwohner, alle Fußgänger und Radfahrer um Verständnis und Beachtung der Sperrung, um das Risiko von Unfällen zu vermeiden.

Ursprünglicher Bericht vom 22. Dezember:

Rottach-Egern – Bürgermeister Christian Köck (CSU) überbrachte die Hiobsbotschaft in der jüngsten Gemeinderatssitzung im Seeforum. „Der Eschenpilz greift um sich“, sagte er. „Er hat 150 Bäume am Rottach-Damm befallen, und die müssen nun aus Sicherheitsgründen gefällt werden.“ Das Landratsamt halte die Maßnahme für unumgänglich, damit sich der Pilz nicht noch weiter verbreitet.

Der Pilz Hymenoscyphus pseudoalbidus, der aus Ostasien eingeschleppt wurde, verursacht das Eschen(trieb)sterben beziehungsweise die Eschenwelke. Seit diese schwere Baumkrankheit 1992 erstmals in Polen nachgewiesen wurde, ist sie europaweit auf dem Vormarsch. Der Verursacher des Eschentriebsterbens, auch „Falsches Weißes Stengelbecherchen“ genannt, hat sich mittlerweile in 22 Ländern Nord-, Ost- und Mitteleuropas etabliert und ist auch in Bayern flächendeckend in den Eschenbeständen anzutreffen.

Seit seinem Erstnachweis in Deutschland im Jahr 2007 und in Bayern 2008 wird eine negative Krankheitsentwicklung in Eschenbeständen jeglichen Alters zunehmend sichtbar. Anzeichen für einen Befall sind Welkeerscheinungen, Rindenverfärbungen, Blattflecken und Veränderungen in der Verzweigungsstruktur der Krone.

Pilzbefall an den Eschen an der Rottach: Auch Weissachdamm war schon betroffen

Der Baumepidemie fielen beispielsweise auch schon Eschen am Weissachdamm in Kreuth zum Opfer. Sie mussten gefällt werden. 150 Eschen am Rottach-Damm weisen jetzt Symptome auf und müssen bis einschließlich 28. Februar entnommen werden. „Danach beginnt die Vogelbrut“, erklärte Köck.

Die Arbeiten könne der Rottacher Bauhof nicht alleine bewältigen, betonte er. Die Gemeinde habe sich angesichts der kurzen Zeitspanne, die für die Fällung zur Verfügung steht, deshalb externe Hilfe gesichert. Begonnen werde damit gleich im neuen Jahr.

„Diese Bäume sind krank. Sie sind dem Tode geweiht. Und wir machen diesen Kahlschlag wahrlich nicht gerne“, fügte der Bürgermeister traurig hinzu. Aber man werde sich im kommenden Jahr gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt Maßnahmen überlegen, durch die der Kahlschlag ausgeglichen werden könne.

Lesen Sie hier: Omikron im Landkreis angekommen.

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ak

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