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Nicht mehr zeitgemäß? Grüne fordern Feuerwerksverbot im Tegernseer Tal

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Von: Christina Jachert-Maier

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Schön anzusehen, aber belastend für die Umwelt: Feuerwerke zu Silvester, hier überm Kurpark in Rottach-Egern, sind nach Ansicht der Bürgermeister im Tegernseer Tal nicht mehr zeitgemäß.
Schön anzusehen, aber belastend für die Umwelt: Feuerwerke zu Silvester, hier überm Kurpark in Rottach-Egern, sind nach Ansicht der Bürgermeister im Tegernseer Tal nicht mehr zeitgemäß. © MM-Archiv

Krachende Feuerwerke mit Pulverdampf sind aus der Zeit gefallen, findet der Rottacher Gemeinderat Thomas Tomaschek (Grüne). Deshalb stellt er jetzt mit seiner Partei einen Antrag auf Verbot.

Rottach-Egern - Mit seinem Parteigenossen Alexander von Schoeler will Tomaschek zum Schutz der Natur ein Feuerwerksverbot im Landschaftsschutzgebiet Tegernsee und Umgebung durchsetzen. Bei seiner Sitzung am Dienstag, 9. November, befasste sich der Gemeinderat mit dem entsprechenden Antrag.

Tegernseer Tal: Grüne fordern Feuerwerksverbot - Ausnahmen in Einzelfällen

Schon jetzt gilt der Appell aller Tal-Gemeinden, auf private Feuerwerke zu verzichten. Für Tomaschek reicht dies jedoch nicht aus. Ein in der Verordnung verankertes Verbot schaffe eine rechtliche Basis, um Feuerwerke abzulehnen, meint Tomaschek. Die Gemeinde Kreuth hat einem gleichlautenden Antrag der Grünen im Tegernseer Tal bereits zugestimmt.

Ziel der Grünen ist es, alle Gemeinden im Tal für ein generelles Feuerwerksverbot zu gewinnen. In Einzelfällen, zum Beispiel für die Seefeste, könnten Feuerwerke dennoch durch das Landratsamt genehmigt werden, heißt es in dem Antrag.

Doch auch bei Seefesten hält Grünen-Sprecher Tomaschek es für überlegenswert, statt der traditionellen Feuerwerke Drohnenshows anzubieten. „Die sind wunderschön“, sagt Tomaschek. Angesichts der Kessellage ergebe ein Feuerwerksverbot nur dann Sinn, wenn alle Gemeinden rund um den See mitziehen: „Wir sind ein Tal.“

Gemeinderatssitzung in Rottach-Egern: Etliche Bebauungspläne stehen zur Debatte

Weiter geht es bei der Sitzung des Gemeinderats unter anderem um einen Radweg im Bereich Seeforum. Zudem stehen Sachstandsberichte zum Neubau der Gemeindehäuser in Ellmösl und des Mauthauses mit öffentlichen Toiletten in Enterrottach auf der Tagesordnung. Weitere Themen sind der Erlass einer Satzung für Außenwerbeanlagen sowie die Änderung der Bebauungspläne „Malerwinkel/Seestraße/Fürstenstraße“, „Ulrich-Stöckl/Nördliche und Südliche Hauptstraße/Reiffenstuel- und Schildensteinweg“ und „Kobell-/Froumund-/Ganghofer- und Otkarstraße“.  

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