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Der Bungalow an der Rottacher Grund- und Mittelschule wird kommendes Jahr abgerissen. 

Mehr Platz und modernes Lernen

Grund- und Mittelschule Rottach-Egern: Umbaupläne konkreter

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Modernes Lernkonzept, bessere Betreuung und vor allem mehr Platz – der lang ersehnte Umbau an der Rottacher Grund- und Mittelschule steht in den Startlöchern. 2018 soll’s losgehen.

Rottach-Egern – Die Unsicherheit bei den Eltern ist groß gewesen. Als die Ganztagesbetreuung der Mittelschule Rottach-Egern nach Bad Wiessee ausgelagert worden war, schlug Rektorin Katrin Brück Skepsis entgegen. Zwar hat sich die Betreuung seit dem Schuljahr 2014/15 eingespielt, die Platznot in der Rottacher Grund- und Mittelschule ist aber nach wie vor ein Thema. Nun ist Besserung in Sicht.

Im nächsten Jahr werden auf dem Schulgelände voraussichtlich die Bagger anrollen. Zunächst sind davon die Grundschüler betroffen: Der Bungalow, in dem viele von ihnen derzeit untergebracht sind, wird abgerissen. An gleicher Stelle entsteht ein Neubau, in dem soll dann auch die Ganztagesbetreuung gewährleistet werden. Der Schulverband hat nun eine entsprechende Machbarkeitsstudie abgesegnet.

Bürgermeister, Schulverband, Lehrer und Elternbeirat waren an der bisherigen Planung beteiligt. Ein Architekturbüro pflegte die Wünsche in die Studie ein. „Das ist eine in die Zukunft reichende Planung“, sagt Brück. Anstelle des alten Gebäudes wird ein neues gesetzt, etwa die gleiche Grundfläche und zweistöckig. Acht Klassen der Grundschule finden im Erdgeschoss Platz, im oberen Stockwerk entstehen Betreuungsräume. Die Kosten liegen bei rund fünf Millionen Euro. Etwa 30 Prozent fördert wohl der Freistaat, den Rest übernimmt der Schulverband.

Bis der Neubau steht, müssen Lehrer und Schüler aber noch einmal zurückstecken. Die Grundschüler werden während der Bauzeit in mobilen Klassenräumen untergebracht, die auf dem hinteren Teil des Schulsportplatzes aufgestellt werden. Losgehen könnte es mit der Baustelle Mitte 2018, vermutet Rottachs Kämmerer Martin Butz. Die europaweite Ausschreibung würde nun laufen, in drei bis vier Monaten dürften die Aufgaben vergeben werden. „Wir rechnen mit Sommer 2020“, sagt Butz dazu, wann das neue Schulgebäude fertig sein wird. Heißt im Klartext: Ab dem Schuljahr 2020/21 wird in Rottach-Egern alles anders. Besser.

Das trifft auch auf die Raum- und Lernstruktur zu, die für das neue Gebäude angestrebt wird. Denn eine herkömmliche, sogenannte Flurschule soll es nicht werden. Das Konzept beinhaltet eine Lernlandschaft. „Die Gänge werden Teile der Unterrichtsräume“, bestätigt Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider, der den Schulverband derzeit als Vertreter des Rottacher Bürgermeisters Christian Köck leitet. Alle Beteiligten hätten für eine solche Lernlandschaft gestimmt.

Nicht nur die Klassen eins bis vier, auch die Mittelschüler sollen vom Umbau profitieren. Brück will die Ganztagesbetreuung nach Rottach-Egern zurückholen. „Auf Dauer ist das eine ungute Situation“, sagt sie. Heuer nehmen über 50 Schüler an dem Betreuungsangebot teil, einige aber nicht jeden Tag. Mit etwa der gleichen Anzahl rechnet Brück auch für das neue Schuljahr. „Der Bedarf ist da, und er ist größer als bisher angemeldet.“ Bei der Anmeldung merke die Rektorin, dass die Auslagerung nach Bad Wiessee durchaus ein Thema ist.

Auch die Grundschüler müssen betreut werden. Vor allem etwa 20 Erst- und Zweitklässler, die schon recht früh Unterrichtsschluss haben, nehmen an der Mittagsbetreuung bis 14 Uhr teil. Auch hier dürfte der Bedarf steigen und neue Betreuungsräume schnell füllen. Brück sagt: „Mütter sind heute oft berufstätig, und das wird immer mehr.“

nip

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