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Achtung Heckenschützer: Mit dem Auto - so der Vorwurf - soll ein Rottacher Hundebesitzer bedroht haben.

Heckenliebhaber muss nicht vor Gericht

Nach mutmaßlichen Auto-Attacken gegen Hundehalter: Kein Prozess

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Rottach-Egern - Er soll mit dem Auto Hundehalter beim Gassigehen bedroht und sie dabei beschimpft haben. Doch ein Prozess erwartet den Rottacher vorerst nicht. Im Gegenteil...

Er soll ausgerastet sein, sobald sich Hundebesitzer seiner Hecke näherten. Mehrere Monate hatte die Polizei Bad Wiessee gegen einen Rottacher ermittelt, der seine Gartenhecke mit aggressiven Mitteln gegen Hunde verteidigt haben soll. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen eine Auflage eingestellt.

Nach Aussagen mehrerer Rottacher gegenüber unserer Zeitung war der Besitzer der Hecke in sein Auto gesprungen, sobald sich ein Spaziergänger mit seinem Vierbeiner näherte. Mit dem fahrenden Wagen soll er Hund und Herrchen beziehungsweise Frauchen aggressiv bedrängt haben. Außerdem habe er die Hundebesitzer wüst beschimpft, so die Vorwürfe. Einer Halterin gegenüber soll zum Beispiel dieser Satz gefallen sein: „Alte Bitch. Beim nächsten Mal fahr’ ich Dich platt.“ Die Polizei bestätigte damals, dass es dem Mann offenbar wirklich um den Schutz seiner Hecke ging.

Nur nachweisen konnten ihm Polizei und Staatsanwaltschaft wenig. Am Ende der Ermittlungen blieb nur noch der Vorwurf der Beleidigung übrig. Die Staatsanwaltschaft München II hat das Verfahren laut Pressesprecher Ken Heidenreich nach Paragraf 153a eingestellt. Der besagt, dass sich der Beschuldigte ernsthaft bemühen muss, einen Ausgleich mit dem Opfer zu erreichen. Dabei muss deutlich werden, dass er eine Wiedergutmachung anstrebt. In diesem Fall muss sich der Rottacher für seine Beleidigung entschuldigen.  

kmm

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