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Sobald die Sonne scheint, werden die Temperaturen in den Traglufthallen unerträglich.

Stattdessen zieht die Firma Folien über die Halle

Heiße Flüchtlingshallen: Klima fehlt immer noch

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Holzkirchen/Rottach – Die Hitzeschutzfolien für die Traglufthallen in im Landkreis hat Paranet inzwischen geliefert und angebracht. Das Hitze-Problem ist damit noch nicht gelöst.

Das teilt Birger Nemitz, Pressesprecher im Landratsamt, auf Anfrage mit. Der Landkreis pachtet die Hallen von der Berliner Firma. Allerdings fehlen in beiden Einrichtungen immer noch die Klimaanlagen. Diese sollen nach Auskunft von Paranet am morgigen Freitag in Holzkirchen und am Montag, 13. Juni, in Rottach ankommen. „Wir hoffen, dass wir uns darauf verlassen können“, sagt Nemitz. Die erneute Verzögerung hänge damit zusammen, dass Paranet insgesamt gut 60 Hallen managt.

Allerdings bringen die anthrazitfarbenen Folien, die laut Nemitz unter dem tragenden Stahlnetz ruhen, offenbar nicht den gewünschten Effekt. Paranet habe angekündigt, dass diese 15 Grad weniger im Inneren zur Folge hätten. „Diese Erfahrung können wir nicht teilen“, sagt der Sprecher. Von Kümmerern vor Ort wisse das Landratsamt, dass lediglich fünf Grad weniger gemessen wurden.

Wie berichtet, waren die Hitzeschutzfolien und Klimaanlagen für beide Traglufthallen später als ursprünglich geplant geliefert worden. Als die Temperaturen nach oben kletterten, war es daher sehr heiß geworden im Inneren, Asylbewerber kamen ins Schwitzen. Helfer sowie Rottachs Bürgermeister Christian Köck und sein Holzkirchner Kollege Olaf von Löwis hatten sich über die Zustände beschwert. Paranet-Chef Jürgen Wowra erklärte daraufhin unter anderem, dass Folien und Klimaanlagen für gewöhnlich erst im Juni geliefert werden.

Ebenfalls im Juni – am Montag, den 6. Juni – hat der islamische Fastenmonat Ramadan angefangen, in dem das gesellschaftliche Leben erst nach Sonnenuntergang stattfindet. In den Küchencontainern der Traglufthallen brenne daher derzeit länger als gewöhnlich das Licht, berichtet Nemitz. In den Hallen selbst gebe die Hausordnung vor, dass um 22 Uhr die Nachtruhe beginnt. Das große Flutlicht in der Halle sowie in den Schlafabteilen sollten dann erlischen. Schwächere Notlichter und Fluchtlinien würden die ganze Nacht über brennen.

mar

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