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Eine traumhafte Lage hat die Bootshütte des Hotels Malerwinkel in Rottach-Egern. Schon bisher wurde sie für Partys und Events genutzt - allerdings ohne Genehmigung.

Nachträgliche Genehmigung noch nicht durch

Party-Hütte ohne Parkplätze - geht das?

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Rottach-Egern - Die Bootshütte vor dem Hotel Malerwinkel in Rottach-Egern ist eine Party-Location in Toplage. Eine nachträgliche Genehmigung dafür zu bekommen, ist aber nicht so einfach.

Seit vielen Jahren nutzt der Rottacher Gastronom Thomas Höß eine Bootshütte vor seinem Hotel Malerwinkel für Events. Bislang hatte er keine offizielle Genehmigung dafür, doch nun muss er reinen Tisch machen. Wie die Tegernseer Zeitung berichtete, ist das Verfahren dafür bereits in Gang gekommen. Die Stadt Tegernsee, zuständig für alle Belange auf dem See, hat sich schon mehrfach mit dem Thema beschäftigt und hat die Änderung des Flächennutzungsplans in die Wege geleitet.

Damit ist die Angelegenheit aber noch nicht erledigt. Bei seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Bauausschuss mit dem konkreten Antrag für die Nutzungsänderung. Um diesen Antrag genehmigen zu können, muss Höß aber vier bis fünf Parkplätze nachweisen. Auf dem Areal der Bootshütte und auch auf der angrenzenden Überfahrtstraße ist das jedoch nicht möglich.

Der Architekt des Hoteliers hatte eine Begründung vorbereitet, in der er deutlich machte, dass eigentlich keine Stellplätze nötig wären. Bei einer Veranstaltung in der Bootshütte würden im Gegenzug das Stüberl oder der Wintergarten schließen. So könne die Zahl der Gäste eingeschränkt werden. Denn mehr sei schon allein wegen der Kapazität der Küche und des Personals nicht drin, heißt es.

Diese Begründung erschien der Stadt nicht ganz einleuchtend. Für Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) steht sie sogar im Widerspruch zu der Argumentation, die Thomas Höß zu Beginn des Genehmigungsverfahrens aufgeführt hatte. Damals hatte Höß erklärt, dass der Bestand seiner Gastronomie im Hotel Malerwinkel in Gefahr sei, wenn die Bootshütte nicht genehmigt würde. Eine Diskrepanz, zumal Höß auch gerade Erweiterungspläne für sein Restaurant schmiedet. Der Gemeinderat Rottach-Egern hat dazu eine Änderung des Bebauungsplans befürwortet. Geplant ist ein zusätzlicher Wintergarten, zudem sollen eine Dachterrasse und Lagerräume für die Küche entstehen.

Die Stadt ist der Ansicht, dass die Parkplätze auf dem Grundstück des dazugehörigen Hotels nachgewiesen werden könnten. Damit müsse jedoch das Landratsamt Miesbach einverstanden sein. „Falls diese Lösung nicht möglich ist“, erklärte der Rathaus-Chef, „müsste man über eine Ablösezahlung nachdenken.“ Die Summe müsste dann wohl an die Gemeinde Rottach-Egern gezahlt werden, auf deren Gemeindegebiet das Hotel liegt.

FWG-Sprecher Andreas Obermüller fand deutliche Worte: „Jahrelang wurde die Bootshütte unerlaubt betrieben. Und jetzt sollen wir Grätsche um Gärtsche machen. Ich werde da nicht zustimmen.“ Er könne die Argumentation der Staatlichen Schlösser- und Seenverwaltung nachvollziehen, so Obermüller. Die hatte in ihrer Stellungnahme die Genehmigung abgelehnt, weil der See schon bis an die Grenzen belastet sei.

Der Kampf um die Bootshütte drang dann sogar bis zu Markus Söder vor. Wie dieTegernseer Zeitung berichtete, setzte sich der Finanz- und Heimatminister persönlich für die Genehmigung der Hütte ein und machte sich für Familie Höß stark. Obermüller war dies egal. Er forderte: „Die Salamitaktik muss ein Ende haben.“

Am Ende waren nur zwei Ausschuss-Mitglieder gegen den Bauantrag, die Mehrheit stimmte dafür. Die Stadt muss nun einen Schritt nach dem anderen tun. Am Dienstag, 7. Juni, wird der Stadtrat über die Änderung des Flächennutzungsplans beschließen. „Bis dahin wissen wir vielleicht auch, wie das Landratsamt zur Parkplatz-Frage steht“, erklärt Hagn. Die nachträgliche Genehmigung hat Thomas Höß damit noch lange nicht in der Tasche.

gr

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