Egerner Höfen an der Rottacher Aribostraße.
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Kaum wiederzuerkennen: Mit den früheren Egerner Höfen hat das umgebaute Hotel an der Rottacher Aribostraße nicht mehr viel gemein. Noch sind die Bauarbeiten in vollem Gange.

Egerner Höfe in Rottach-Egern eröffnen am 26. Juli

Hotelumbau kurz vor der Vollendung

  • Alexandra Korimorth
    VonAlexandra Korimorth
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Das Parkhotel Egerner Höfe ist auf der Zielgeraden. Nach siebenmonatiger Bauzeit, in der quasi ein neues Hotel entstanden ist, befinden sich die Arbeiten im Endspurt – und das im Vollgasmodus. Denn am 26. Juli soll das neue 5-Sterne-Superior-Haus wiedereröffnen.

Rottach-Egern – Noch wird hier innen wie außen unter Hochdruck gearbeitet. Aber knapp eine Woche, bevor die ersten Gäste einchecken, lässt sich schon deutlich erkennen, was der neue Eigentümer des Hotels, Christian Ehrmann, darunter versteht, die Egerner Höfe in die Zukunft führen zu wollen. Von außen jedenfalls sieht das Haupthaus mit seinen neuen Fassaden inklusive filigraner neuer Balkone in hellem Grau-Grün wie neu errichtet aus. Allein die neue, überdachte und mit Holz verschalte Anfahrt vor den bodenhohen Fenstern geben dem Ganzen ein ganz neues Gesicht. Die elegante Bodenständigkeit ist sensualer Leichtigkeit gewichen – ohne dass die Historie verlorengegangen wäre, wie auch Hoteldirektor Pierre Laurent Schäfer bestätigt.

Am 1. November wurde die Immobilie, die 30 Jahre lang gewerblich genutzt wurde, aufgemacht. Es wurden Wände und Treppenhäuser versetzt, sämtliche Leitungen – von Wasser- über EDV- und Strom bis hin zu Kühl- und Heizleitungen – neu verlegt. Das Dach wurde ebenso erneuert wie die Fenster. Auch energetisch liegt das Parkhotel Egerner Höfe mit Tiefbrunnen, Wärmetauschern, LED-Beleuchtung und durch die Verwendung natürlicher, klimaregelnder Baustoffe nun weit vorne. 81 der insgesamt 108 Zimmer und Suiten wurden komplett neu gestaltet. Sie sind vom Türschloss bis zur Beleuchtung digital steuerbar, wurden mit neuen offenen Bädern aus Granitstein mit Regenwaldduschen versehen, und ihr Interieur erstrahlt in gedeckten Grün-Grau-Blautönen, wie man sie aus dem Hotel-Park oder vom Tegernsee kennt. „Der respektvolle Umgang mit der Natur ist für uns essentiell“, sagt Schäfer.

Hoteldirektor Pierre Laurent Schäfer

Wie sehr das Thema Natur gespielt wird, wird beispielsweise an den mit Bäumen bepflanzten Lichtschächten deutlich, die man im neuen Gourmetrestaurant „Dichter“ findet, aber auch im Ruheraum des Mangfall Spa mit vier Saunen, einem Dampfbad, Eislounge und dem 20 Meter langen Drinnen-Draußen-Schwimmbecken. Der Wellness-Bereich, durch den Wasser fließt, in dem Wände aus jadefarbenen Valser Stein das Tageslicht einfangen und beleuchtete Wände aus Himalaja-Salz die Luft ionisieren, hat sich von 750 auf 1500 Quadratmeter verdoppelt.

Auch das Foyer, an das sich die weit größere Kost-Bar und der Kamin-Lounge-Bereich anschließen, wirkt großzügiger. Von hier aus geht es in die beiden Stuben, den Bereich des Kamin-Restaurants, das Gourmetrestaurant und das Frühstücksrestaurant – in den Bereich also, der Küchendirektor und Sternekoch Thomas Kellermann obliegt.

Die neuen Egerner Höfe: Vergrößerung ohne nennenswerte Anbauten

Dass sich das Hotel ohne nennenswerte oder ins Auge fallende Anbauten vergrößern konnte, liegt an der natürlichen Verdichtung im Inneren. Da wurden Bereiche einander und analog zu den Arbeitsabläufen zugeordnet, sodass sich die Wege der Gäste und Mitarbeiter nicht mehr kreuzen oder Aufzüge teilen müssen. Dabei hatte man nicht nur das Wohl der Gäste im Sinn, sondern auch der Mitarbeiter. Wo diese früher weite Stecken durch lange Gänge laufen mussten, können sie jetzt zentral und aus dem Hintergrund agieren. Die über 120 Hotelmitarbeiter haben jetzt ihren gemeinsamen Bereich mit Umkleiden, Duschen und eigenem Mitarbeiterrestaurant sehr zentral. „Weil sie räumlich zusammengewachsen sind und sich regelmäßig sehen, sind sie zu einer großen, starken Gemeinschaft geworden. Jeder packt überall mit an und hilft mit, wo es gerade gebraucht wird“, sagt der Hoteldirektor.

Während der gesamten Bauzeit im Corona-Lockdown war nicht ein Mitarbeiter in Kurzarbeit. Alle haben mitgeholfen, die 300 Bauarbeiter aus Bayern und Österreich, die in den umliegenden Pensionen, Gasthäusern und ehemaligen Schulungszentren einquartiert waren, zu versorgen und eine Großbaustelle hygieneregel-konform und mit täglichen Testungen am Laufen zu halten. „Wir sind das Hotel im Tal und fürs Tal“, erklärt Schäfer stolz, bevor er sich verabschiedet, um Büromöbel in den neuen Verwaltungsbereich zwischen West- und Ostflügel zu schleppen. Denn wenn ein planbarer Bau kontinuierlich mit den Optimierungen wächst, um dann als 5-Sterne superior Haus wiederzueröffnen, dann „ist ein Endspurt im Vollgasmodus angesagt“.

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