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Die große Freiluft-Voliere des Tierheims muss aufgerüstet werden, damit sie auch den Winter gut übersteht. Tierheimleiter Markus Glanz und sein Team kümmern sich hier um verletzte und flugunfähige Vögel.

Sanierungsmaßnahmen und Aufrüstung von Voliere

Rottacher Tierheim: Verein muss wieder investieren

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Das Rottacher Tierheim ist das einzige seiner Art im Landkreis Miesbach. Dass der Betrieb dort läuft, dafür sorgt der Tierschutzverein Tegernseer Tal. Jetzt stehen wieder einige Investitionen an.

Rottach-Egern– Eine Handvoll flugunfähiger Krähen lebt derzeit in der neuen Freiluftvoliere des Rottacher Tierheims. Ein Auswildern kommt für die Tiere noch nicht in Frage. „Die Voliere erweist sich als richtig gute Investition“, sagt Johanna Ecker-Schotte, die Vorsitzende des Tierschutzvereins Tegernseer Tal. Allerdings hält der große Käfig den teils extremen Witterungsverhältnissen in der kalten Jahreszeit nicht stand. „Im letzten Winter wäre er fast kaputt gegangen“, erzählt die Vorsitzende.

Daher müsse die Voliere nun überdacht und winterfest aufgerüstet werden. Dies sei umso wichtiger, da der Verein auf die Unterstützung einer privaten Vogelauffangstation in Bad Wiessee künftig nicht mehr zählen kann. Maria Breiler, die sich jahrzehntelang ehrenamtlich um verletztes Federvieh gekümmert hat, kann diese Aufgabe nicht mehr ausfüllen, erzählt Ecker-Schotte. Ein paar tausend Euro, so schätzt die Rottacherin, werde der Verein wohl in die Voliere stecken müssen.

Nicht die einzige Investition, die im Tierheim in den Weissachauen ansteht. Auch die Katzenquarantäne- und die Krankenstation müssen dringend saniert werden. Der Verein hatte eine Vertreterin des Tierschutzbundes zur Besichtigung eingeladen. Diese hatte Verbesserungen bei der Unterbringung angeregt. So müssen etwa die Fenster und Türen, die bisher aus Holz waren, aus Hygienegründen durch Kunststoff-Material ersetzt werden. „Das ist aber keine große Sanierung“, stellt die Vereins-Chefin klar. Sie rechnet mit einem Kostenaufwand von etwa 10.000 Euro. „Wir würden das lieber gestern als heute erledigen“, sagt sie. Wenn möglich, soll die Maßnahme noch in diesem Jahr starten. Zeitgleich seien im Wohnhaus, in dem Tierheimleiter Markus Glanz lebt, ein paar bauliche Mängel zu beheben.

Den Betrieb im Rottacher Tierheim am Laufen zu halten, ist aber nur ein Aufgabe des Tierschutzvereins. Zugleich ist er darum bemüht, Missstände im Landkreis aufzudecken und leidende Tiere aus Notlagen zu befreien. So wie die beiden Kutschpferde im Bereich Schliersee, die der Verein Ende 2016 aus erbärmlichster Haltung gerettet hat. „Das war unser sprichwörtlich ,größtes‘ Erlebnis“, schrieb Ecker-Schotte kürzlich in einem Rundbrief, den sie unter anderem an alle Bürgermeister und Mitglieder gerichtet hat.

In anderen Fällen hatte der Verein bislang weniger Glück. Ecker-Schotte berichtet von zwei Hunden, die man seit längerer Zeit den Besitzern entziehen und denen man ein artgerechteres Leben ermöglichen wolle. Der Gesetzgeber selbst hindere jedoch die Behörden am Handeln, bedauert die Rottacherin. „Das ist immer wieder sehr enttäuschend für uns.“

Im Tierheim wird‘s wieder romantisch

Das Tierheim in Rottach-Egern lädt auch heuer zu einem Romantischen Advent ein. Er findet am Sonntag, 3. Dezember, von 14 bis 17 Uhr statt. Die Tierheim-Mannschaft bewirtet die Besucher mit Glühwein, Kaffee, Kinderpunsch, Süßem und Würzigem. Ab etwa 14 Uhr sind die Lamas aus dem Lamaland Loher in Aying auf dem Gelände zu Gast. Um 15.30 Uhr wird der Nikolaus erwartet. Er hat Geschenke für die kleinen Besucher im Gepäck.

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