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Ein halbjähriges Rehkitz wurde am Samstag in Rottach-Egern von einem freilaufenden Hund totgebissen.

Wildtiere waren im hüfthohen Schnee unterwegs

Am Birkenmoos: Rehkitz von freilaufendem Hund totgebissen

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Schon wieder ist es passiert: Ein frei laufender Hund hat am Samstag in Rottach-Egern ein Rehkitz tot gebissen. Das Tier war gerade im hüfthohen Schnee unterwegs und hatte keine Chance. 

Rottach-Egern - Erst am Freitag hatte der Tierschutzverein Tegernseer Tal an alle Hundehalter appelliert, ihre Vierbeiner im Gelände derzeit keinesfalls unangeleint laufen zu lassen. Wegen des anhaltenden Schnee-Chaos sind die Wildtiere zurzeit ohnehin großem Stress ausgesetzt. Nun hat ein freilaufender Hund am Samstag gegen 13.30 Uhr ein Reh angefallen - mit tödlichem Ausgang.

Lesen Sie hier: Schon wieder zwei junge Rehe gerissen - sind Hundebesitzer zu verantwortungslos?

Wie die Polizei berichtet, ereignete sich der Vorfall im Bereich Birkenmoos. Eine 50-jährige Tegernseerin ging dort mit ihrem eigenen und einem ihr anvertrauten Hund spazieren. Am Ende der Birkenmoosstraße rannte plötzlich eine Vierergruppe Rehwild von der bebauten Zone in Richtung Waldgebiet Tuftenberg. In Sichtweite der unangeleinten Hunde mussten die Rehe in hüfthohem Schnee eine 200 Meter breite Wiesenfläche queren. Bereits nach der Hälfte der Strecke wurde das letzte Tier der Gruppe, ein halbjähriges Rehkitz, von dem anvertrauten Hund eingeholt und an Ort und Stelle totgebissen.

Hier finden Sie den Artikel: Wegen Schneemassen: Viele Wildfütterungen nur schwer erreichbar

Die Jagdgenossenschaft Rottach-Egern, die einen Schaden von 200 Euro beklagt, appelliert in diesem Zusammenhang an alle Hundehalter, ihre Tiere auch in Ortsrandlagen anzuleinen. Die Schneemengen zwingen derzeit das ausgehungerte Reh- und Schalenwild dazu, zur Futtersuche auch Wohngebiete aufzusuchen.

gab 

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