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Unterstützung von der Familie erfuhr „Da Oimara“ Beni Hafner (2.v.l.) aus Rottach-Egern durch Tante Tina Mix (l.) und Mutter Stefanie Hafner (r.) bei seinem Auftritt bei Kabarettist Dieter Nuhr in Berlin.

Da Oimara kommt ins Fernsehen

Interview: Beni Hafner zu Gast bei Dieter Nuhr

Vom Tegernsee in den NDR: Mit seinem musikalischen Wochenrückblick hat sich Beni Hafner im Tal einen Namen gemacht - und darüber hinaus: Jetzt war der „Oimara“ bei Dieter Nuhr zu Gast.

Rottach-Egern – Seit gerade einmal rund einem Jahr singt der Rottacher Beni Hafner offiziell. Seine musikalischen Betrachtungen über das Leben und Entwicklungen im Tegernseer Tal aber auch über weltpolitische Ereignisse sowie seine fabelhafte Stimme haben ihm mittlerweile viele Auftritte, einen Plattenvertrag, einen regelmäßigen improvisatorisch-kabarettistischen Wochenrückblick auf der Internetplattform Tegernseer TV und seinen ersten Fernsehauftritt eingebracht. Wir haben mit dem 25-jährigen Shooting-Star telefoniert.

-Hallo Herr Hafner, wir haben auf Facebook gesehen, dass Sie bei der TV-Show „Nuhr ab 18“ von und mit Dieter Nuhr beim NDR zu Gast waren. Wie kam es dazu?

Hafner: Vor ein paar Monaten habe ich auf einer Privatparty in Gmund gespielt, bei der zufällig Dieter Nuhr zu Gast war. Bei solchen Anlässen bekomme ich vor meinen Auftritten immer ein paar Infos über den Gastgeber oder einige Gäste und daraus bastele ich aus dem Stand sozusagen meine modernen bayerischen Gstanzl. So auch über Dieter Nuhr. Der kam dann am Ende der Feier und hat mich in seine Show eingeladen. So bin ich nach Berlin geflogen.

-Respekt. Überregionales Fernsehen: Das ist ja schon eine ganz andere Nummer. Was war das für ein Gefühl?

Hafner: Das war heftig. Ich bin ja sowieso vor jedem Auftritt brutal aufgeregt und nervös. Mit meinen Improvisations-Songs kann ich mich ja nicht vorbereiten, sondern musste vor Ort kreativ sein. Es war daher eine Mischung aus Freude und Angst.

-Also auf der Bühne beim Tegernseer Musikantentreffen kamen Sie richtig gut an. Und auch der „Oimara Wochenrückblick“ findet große Beachtung im Tal. Wie lassen Sie sich inspirieren?

Hafner: Ich lese unter der Woche regelmäßig Artikel – die meisten übrigens im Merkur. Viele schickt mir Tegernsee TV-Produzent Philipp Bächstädt zu. Und daraus schustere ich dann eine Geschichte zusammen, die ich vertone. Improvisatorisch nehme ich das mehrfach mit meinem Handy auf. Das coolste nehme ich dann.

-Welcher Wochenrückblick-Song hatte denn bisher die meisten Likes?

Hafner: Das war „Schönheits-OP rund um den See“.

-Also einer der kabarettistischeren.

Hafner: Ich mache mir da offengestanden nicht viele Gedanken: Oft reiße ich Themen nur an und biete eine Anregung, die genaueren Umstände noch einmal nachzulesen. Für mich ist das vor allem eine Möglichkeit, mich musikalisch auszuprobieren. Am liebsten mag ich es übrigens bluesig.

-Sie nehmen jedenfalls kein Blatt vor den Mund.

Hafner: Ja, das stimmt. Ich könnte mich nicht mehr im Spiegel anschauen, wenn ich nicht gradraus sagen könnte, was ich denke. Aber unter die Gürtellinie schieß ich trotzdem nie.

-Machen Sie sich denn mehr über das politische Geschehen und menschelnde Entwicklungen lustig, oder regen Sie sich eher darüber auf?

Hafner: Was die Politik angeht, halte ich mich eher zurück. Da kenne ich mich einfach zu wenig aus, um in die Tiefe zu gehen. Ich beleuchte die Themen eher aus einer bäuerlichen Sicht, aus dem Blickwinkel des gesunden Menschenverstands. Was mir als Erstes auffällt, ist meist auch das, was ich wiedergebe. Es ist einfach ehrlich. So kommen Titel wie „Der Depp im weißen Haus“ zustande.

-Noch eine Frage zum „Set“ der Videos, die Sie augenscheinlich in Ihrer Wohnung aufnehmen. Die Kampfschwerter im Hintergrund lassen sich ja noch mit schneidender musikkabarettistischer Ironie zusammenbringen. Aber wofür steht bitte schon der Staubsauger?

Hafner: Für gar nichts. Ich bin grad umgezogen, mein neuer Mitbewohner macht Kampfsport. Daher die Schwerter. Der Staubsauger steht da zufällig rum.

-Also hatten Sie den bei Dieter Nuhr nicht dabei. Wann kriegen wir den Oimara nun zu sehen?

Hafner: Am 20. Juli um 22.45 Uhr im Ersten.

-Und bekommen wir davor noch einen Song über die Erfahrungen bei der TV-Aufzeichnung?

Hafner: Ja, ich denke schon.

Von Alexandra Korimorth

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