Nur mit Maske: Dieses Foto steht symbolisch für den Unterrichtsalltag in den vergangenen Monaten.
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Nur mit Maske: Dieses Foto steht symbolisch für den Unterrichtsalltag in den vergangenen Monaten.

Interview mit Rektor Ulrich Throner aus Rottach-Egern

Mittelschüler starten in die Prüfungen ‒ und sind gut vorbereitet

  • Jonas Napiletzki
    VonJonas Napiletzki
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Am Montag beginnt mit dem Fach Englisch die Prüfungsphase an den Mittelschulen. Wie ist die Vorbereitung gelaufen? Das wollten wir von Rektor Ulrich Throner wissen.

Landkreis – Mittelschulen bereiten auf einen schnellen Berufseinstieg vor – und sind deshalb praxisnah angelegt. Am Montag beginnt mit dem Fach Englisch die Prüfungsphase. Das Ziel: der qualifizierende Abschluss. In den Notenschnitt zählt auch die Projektprüfung. Dafür setzen Neuntklässler praktische Themen um – eine schwierige Aufgabe im Corona-Schuljahr. Ulrich Throner (58), Leiter der Mittelschule Rottach-Egern, erklärt im Gespräch exemplarisch für Mittelschulen, wie Projekte in den vergangenen Monaten umgesetzt wurden und wie die Prüflinge vorbereitet sind.

Herr Throner, wie läuft die Projektprüfung in diesen Zeiten ab?

Ulrich Throner: Von der Arbeitsweise anders als gewohnt – in den Ergebnissen aber sehr ähnlich wie in den vergangenen Jahren. Die Schüler haben regulär in der jeweils gewählten Fachrichtung – Technik, Wirtschaft oder Soziales – ein Thema zugeteilt bekommen. Bewertet wurden die praktische Durchführung, die Projektmappe und die Präsentation als Referat mit angeschlossener Fragerunde. Die Schüler arbeiten dabei eigenständig im Team. Heuer wurden die Fragestunden mit Lehrkräften in der Vorbereitungsphase weitgehend ins Digitale verlegt – als Videokonferenzen. Das war anders als gewohnt, hat aber auch funktioniert. Das Anfertigen der Werkstücke sollte in diesem Schuljahr so weit möglich zu Hause erfolgen. Schüler, denen das nicht möglich war, konnten notfalls auch die Werkräume in unserer Schule nutzen.

Mittelschulleiter Ulrich Throner.

Wie sehen die Ergebnisse heuer aus?

Throner: Im Bereich Soziales bekamen die Schüler beispielsweise die Aufgabe, ein mediterranes Abendessen zuzubereiten. In ihrer Gruppe teilten sich die Schüler dann für Vor-, Haupt- und Nachspeise auf und bereiteten die Gänge zu. Techniker fertigten beispielsweise eine Bank für den Pausenhof. Von der Planung über Einkäufe bis hin zur Dokumentation arbeiteten sie selbstständig. Das ist in der Wirtschaft als Berufsvorbereitung gerne gesehen. Glücklicherweise konnten auch die praktischen Arbeiten wie geplant durchgeführt werden.

Hat der Distanzunterricht dabei gestört?

Throner: Die Abschlussklassen hatten lange Präsenzphasen. In diesen Wochen konnten tatsächlich alle anwesend sein, weil wir Abstände gewährleisten konnten. Klar: Die Durchführung war ungewöhnlich und vielleicht nicht so schön wie normalerweise. In den Ergebnissen sehe ich aber keine signifikanten Unterschiede.

Mit Blick auf die schriftlichen Prüfungen: Sind die Schüler vorbereitet?

Throner: Aus meiner Sicht ist die Prüfungsvorbereitung sehr gut gelaufen. Die Präsenzphasen haben eine große Erleichterung bei den Schülern mit sich gebracht. Aufgeregt sind die Neuntklässler trotzdem – das ist normal. Insgesamt ist meine Bilanz der letzten Wochen und Monate positiv.

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