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Photovoltaik auf dem Dach. Die ATTEK hat eine Info-Veranstaltung dazu im Programm. 

Interview mit Thomas Tomaschek (42), dem neuen Sprecher der ATTEK

Tal-Chef-Klimaschützer Tomaschek im Interview: „Noch viel Überzeugungsarbeit nötig“

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Der Arbeitskreis Tegernseer Tal Energie und Klimaschutz, kurz ATTEK, existiert seit 2015. Er hat noch viel Arbeit vor sich. Im Interview äußert sich der neue Sprecher Thomas Tomaschek (42).

Tegernseer Tal– „Wir sparen Strom“, so hieß die Initiative, die die Stadt Tegernsee gemeinsam mit dem Landratsamt Miesbach und der Bürgerstiftung Energiewende Oberland gestartet hatte. 2015 wurde der Arbeitskreis Tegernseer Tal Energie und Klimaschutz daraus – kurz ATTEK. Der Wiesseer Karl Schönbauer hat dem Arbeitskreis auf die Beine geholfen. Jetzt ist der Rottacher Grünen-Gemeinderat Thomas Tomaschek (42) der neue Sprecher.

-Herr Tomaschek, welche Ziele verfolgt die ATTEK eigentlich genau?

Eines der Ziele ist die Vernetzung der Gemeinden untereinander. Die erfolgt durch unsere Mitglieder, die alle Gemeinderäte sind. Alle Tal-Gemeinden sind bei der ATTEK dabei und haben mindestens ein Mitglied berufen. Nach einem neuen Vertreter für Kreuth suchen wir leider gerade noch. Durch diese interne Vernetzung haben wir Infos aus erster Hand, was die Gemeinden zum Thema Energie unternehmen. Damit kann man sich untereinander anstoßen.

-Und ganz konkret: Was wollen Sie erreichen?

Unser Ziel stimmt mit dem des Landkreises überein, nämlich bis zum Jahr 2035 auf fossile Brennstoffe zu verzichten. Wir sehen uns in der Pflicht, dieses Ziel zu verfolgen und entsprechende Projekte in die Gemeinden zu tragen.

-Was haben Sie denn schon erreicht?

Das Thema Energienutzungspläne haben wir sehr intensiv bearbeitet. Tegernsee hat einen beschlossen, Rottach-Egern und Bad Wiessee auch. Kreuth hat die Aufstellung leider verworfen, Gmund ist wieder auf der Spur, und ich hoffe, dass sich der neue Bürgermeister Alfons Besel dem wichtigen Thema Energie annimmt.

-Sollten nicht alle Tal-Gemeinden einen solchen Plan haben?

Das wäre natürlich sinnvoll, da die Gemeinden am See quasi überlappen.

-Wie holen Sie die Bürger und Hausbesitzer ins Boot?

Mit Veranstaltungen. Am 26. April um 19.30 Uhr haben wir zum Beispiel im Seeforum eine Info-Veranstaltung mit dem Titel ’Mein Kraftwerk auf dem Dach’. Es geht um Stromerzeugung durch Photovoltaik und Speicherung von Sonnenenergie für Privathäuser. Gemeinde schön und gut. Aber deren Gebäude machen nur zwei bis fünf Prozent der Häuser aus, daher müssen wir vor allem Überzeugungsarbeit auf privater Ebene leisten.

-Alle reden vom Klimaschutz, und dennoch ist das Thema für viele noch so weit weg.

Tja, die Rohstoffpreise sind günstig! Energiesparen jedoch heißt nicht immer gleich Geld sparen. Man muss erst einmal richtig investieren, das muss man eben sehen. Da ist noch viel Arbeit zu leisten. Auch auf Landkreisebene.

- Wie laufen denn die Energiesprechstunden in den Rathäusern, mit denen alles angefangen hat?

Das läuft sehr schleppend aus meiner Erfahrung, was sehr traurig ist. Energie ist wie gesagt billig, zudem wohnen hier sehr betuchte Leute. Wenn ich sehe, was hier alles beleuchtet wird, und dass bei vielen Autos der Motor weiterläuft, wenn die Leute zum Bäcker reingehen, dann muss ich schon sagen, dass das in den Köpfen der Leute noch nicht angekommen ist. Das wollen wir ändern. Wir sehen uns auch als Missionare.

-Ein Kraftwerk, wie es Bad Wiessee plant, wäre das für viele Gemeinden ein Ansatz?

Das ist tatsächlich eine gute Sache in die richtige Richtung. Aber man muss halt den Standort genau prüfen, was ja der Knackpunkt in Bad Wiessee ist.

- Wo mischt sich denn die ATTEK noch ein?

Unser Ziel ist, dass wir zum Beispiel regelmäßig Veranstaltungen machen, um Themen zu streuen und die Leute zu sensibilisieren. Außerdem sehen wir uns als strategische Implusgeber für die Gemeinden in puncto Energie und Klimaschutz. Es hat halt ein bisschen gedauert, bis wir uns gefunden haben. Aber jetzt sind wir gut aufgestellt. Herr Schönbauer hat die ATTEK gut initialisiert, jetzt muss weiter Schwung reinkommen.

-Sie sind nur für ein halbes Jahr gewählt. Ist das nicht recht kurz?

Wir haben gemerkt, dass man zu gemütlich unterwegs ist, wenn ein Sprecher lange am Ruder ist. Wenn wir alle halbe Jahre wechseln, dann ist jeder schneller dran. Der Sprecher muss für die Sitzungen, die alle zwei Monate stattfinden, eine Agenda entwerfen, Themen erarbeiten und die Ereignisse aus den Kommunen bündeln. Auf diesem Weg sind dann wieder alle Gemeinden auf dem Laufenden.

gr

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