Eine Neuauflage des Autokinos auf dem Parkdeck der Spielbank wird es nicht geben.
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Neugierig angenommen, aber ohne Zukunft: Eine Neuauflage des Autokinos auf dem Parkdeck der Spielbank wird es nicht geben.

Staatliche Unterstützung kommt aber an

Kinos im Lockdown: Autokino keine Option mehr für Kino am Tegernsee

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Der lange Lockdown macht den Kinos im Landkreis Miesbach weiter das Leben schwer. Wir haben nachgefragt, wie es den Betreibern geht. Hier: das Kino am Tegernsee in Weissach.

Weissach – Carmen Obermüller ist zufrieden. Klar würde sie lieber heute als morgen wieder im süßen Duft von frischem Popcorn Tickets für ihr Kino am Tegernsee in Weissach verkaufen. Doch weil sie das im Lockdown nicht kann, konzentriert sie sich darauf, ihr Lichtspielhaus weiterhin wirtschaftlich über Wasser zu halten. Dank der staatlichen Unterstützung klappt das gut, sagt Obermüller.

„Alles, was ich beantragt habe, habe ich auch bekommen.“ So auch einen Teil der von Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach verkündeten Anlaufhilfen von insgesamt 40 000 Euro für die Kinos im Landkreis Miesbach. Das, findet Obermüller, müsse man bei allem berechtigten Frust auch mal lobend hervorheben dürfen.

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Wann sie wieder allein von den Einnahmen in ihrem Kino leben kann, weiß Obermüller noch nicht. Das Autokino auf dem Parkdeck der Spielbank Bad Wiessee, das sie im Sommer angeboten hatte, wird keine Fortsetzung finden. „Das hat sich nicht rentiert.“ Zumal die Miete der erforderlichen, wetterfesten Vorführtechnik weitere Fixkosten verursacht habe. Obermüllers bitteres Fazit: „Ein weiteres Draufzahlgeschäft kann ich mir in diesen Zeiten nicht leisten.“

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Dass das bei Lockerungen der Corona-Auflagen auch im Kino selbst wieder droht, davon geht die Betreiberin aus. Bei einem Fortbestand der Abstands- und Hygieneregeln werden erneut nur wenige Cineasten in den Sesseln vor der Leinwand Platz nehmen dürfen. „Da kommt dann natürlich nicht viel rum“, sagt Obermüller. Und dennoch will sie von Anfang an wieder den Projektor anschalten. Alleine schon, um das Kino weiter im Bewusstsein der Menschen zu halten. „Das ist meine Leidenschaft, und die möchte ich weiter mit den Leuten teilen“, sagt Obermüller. „Egal, wie viele es sind.

sg

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