+
Der Skibus soll auch künftig fahren. 

Gemeinde Rottach-Egern und Alpenbahnen führen Projekt weiter  

Kostenloser Skibus auch im nächsten Winter

Rottach-Egern - Ein kostenloser Pendelbus zwischen dem Ort Rottach-Egern und dem Skigebiet Sutten: Dieses Angebot wurde heuer neu eingeführt. Der Zuspruch hätte besser sein können, trotzdem wird es das Angebot auch im nächsten Winter geben. 

Ein Winter, der nur selten so war, wie er sein soll: Der Rottacher Skibus hatten keinen guten Start. Der Zuspruch war folglich eher gering. Trotzdem sind sich alle Beteiligten einig, dass der kostenlose Pendelbus auch in der kommenden Saison fahren soll. 

Ein kostenloser Skibus ist Standard in zahlreichen Skigebieten. Seit dem 25. Dezember 2015 gehört er auch in Rottach-Egern zur Angebotspalette. Inzwischen liegen die Nutzungszahlen vor. Wie Peter Lorenz, Geschäftsführer der Alpenbahnen Spitzingsee, berichtet, haben etwas mehr als 1000 Menschen das Angebot im Zeitraum zwischen dem 16. Januar und dem 23. Februar genutzt. Eine Zahl die noch steigerungsfähig ist. Aber alle Beteiligten sind sich einig: Das neue Angebot soll Zeit bekommen, sich zu entwickeln. Ins Leben gerufen haben den Skibus die Alpen Plus Bahnen in Kooperation mit der Gemeinde Rottach-Egern. Insgesamt 20 Haltestellen fährt der Bus auf seinem Weg zur Sutten an, darunter die Hotels Bachmair Weissach, die Egerner Höfe und die Überfahrt. Und das dreimal täglich, sowohl zur Sutten hinauf als auch wieder hinunter. Kostenlos, für Gäste und Einheimische. 

Die Finanzierung für den Skibus schultern Gemeinde und die Alpenbahnen gemeinsam. „Die Gemeinde ist mit 40 Prozent beteiligt, die Alpen Plus Bahnen übernehmen die übrigen 60 Prozent“, erklärt Alpenbahn-Geschäftsführer Lorenz. Bei Gesamtkosten von rund 15 000 Euro im vergangenen Winter stellt die Gemeinde Rottach-Egern 6000 Euro, die Beteiligung der Alpen Plus Bahnen liegt bei 9000 Euro. „Das ist eine gute Sache“, findet Anastasia Stadler, Vorsitzende des Rottacher Verkehrsvereins. „Ich freue mich, dass sich das endlich durchgesetzt hat.“ Auch wenn die Nutzungszahlen des Skibus bislang überschaubar sind. „Das braucht natürlich alles seine Zeit.“ Und zudem natürlich auch das passende Winterwetter. „Eigentlich hatten wir geplant, dass der Skibus den gesamten Januar über fährt“, erzählt Rottachs Bürgermeister Christian Köck. Aber: „Es hat einfach der Schnee gefehlt.“ 

Hinzu kommt, dass die Entscheidung pro Skibus erst relativ spät im Jahr fiel, zu spät für entsprechende Marketingmaßnahmen „Die Werbung für die Saison war zu diesem Zeitpunkt bereits angelaufen“, konstatiert Stadler. Im kommenden Jahr wird der Skibus auf jeden Fall wieder fahren. „Das ist ein Pilot-Projekt, das wir auf jeden Fall beibehalten müssen“, sagt Köck. „Da muss man auch den ökologischen Gedanken im Blick haben.“ Diese Meinung vertritt auch Lorenz, allerdings aus anderen Beweggründen. „Wir haben da oben Parkplatzprobleme.“ Außerdem, so der Geschäftsfürer, sei die Straße hoch zur Sutten oft nicht einfach zu bewältigen und koste Maut. Gerade für Jugendliche sei der Bus attraktiv, schließlich würden dadurch die Eltern als Fahrservice entlastet. Vermietersprecherin Stadler schätzt naturgemäß vor allem die Vorteile für den Tourismus. „Das ist einfach viel entspannter für unsere Gäste.“ 

Gegenwärtig allerdings nur für diejenigen, die in Rottach logieren. Eine Ausweitung auf die übrigen Tal-Gemeinden ist bislang nicht geplant, wie Stadler erklärt: „Das muss erstmal für Rottach laufen, dann kann man weiterschauen.“

von Bastian Huber

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommentar zum Leeberg: Richtige Entscheidung - hoffentlich bleibt es dabei
Wie gut, dass der Bauausschuss der Stadt Tegernsee eine klare Linie verfolgt: Außenbereich bleibt Außenbereich, Grünfläche bleibt Grünfläche. Ein Kommentar von Gerti …
Kommentar zum Leeberg: Richtige Entscheidung - hoffentlich bleibt es dabei
Entschuldigung, ist diese hübsche Wiese am Leeberg noch frei (bebaubar)?
Der Leeberg gehört zu den begehrtesten Wohnlagen im Tegernseer Tal. Horrende Grundstücks- und Immobilienpreise werden hier bezahlt. Jetzt gibt es Bestrebungen die …
Entschuldigung, ist diese hübsche Wiese am Leeberg noch frei (bebaubar)?
Bürgermeisterwahl: SPD nominiert Schmid, von Miller zieht zurück 
Die SPD schickt Johann Schmid (60) ins Rennen ums Bürgermeisteramt in Gmund. Kollegin Barbara von Miller zog ihre Bewerbung zurück. Die Zeit sei in Gmund noch nicht reif …
Bürgermeisterwahl: SPD nominiert Schmid, von Miller zieht zurück 
Unser Winter-Rezept des Tages: Lebkuchen von einer echten Fränkin
Lehrerin Stephanie Schmid hat das Rezept aus dem Nürnbergerland ins Oberland mitgebracht. Ihre Schülerin Elisabeth Obermaier backt vor und zeigt, das echte Lebkuchen gar …
Unser Winter-Rezept des Tages: Lebkuchen von einer echten Fränkin

Kommentare