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Schicht für Schicht wird der Krater an der Lindenstraße wieder aufgefüllt. 

Lindenstraße in Rottach-Egern

Der Rottacher Krater gefüllt - Lindenstraße wieder offen

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Rottach-Egern  - Am Abend des 11. Oktober hatte sich mitten in Rottach-Egern plötzlich ein Loch aufgetan: Die gesamte Straße sackte ab. Jetzt ist sie wieder befahrbar.

Aktualisierung, Montag, 19. Dezember

Die Straßenarbeiten sind vorerst abgeschlossen. Der Krater wurde unter anderem mit Schotter wieder aufgefüllt und die Lindenstraße ist zumindest über den Winter wieder von allen Seiten befahrbar. 

Ursprünglicher Artikel, 14. Dezember

Nach Erdwärmebohrungen für ein Privathaus sackte die Lindenstraße ab. Ein etwa 20 Meter tiefer Krater mit einem Durchmesser von ebenfalls etwa 20 Metern tat sich auf. Die Baufirma war in 45 Metern Tiefe auf einen mit Wasser gefüllten Hohlraum gestoßen, vermutlich ein Relikt aus einer Zeit vor über 10 000 Jahren. Die Stelle wurde zwar verplombt, ein Absacken der Straße konnte dennoch nicht verhindert werden. 

Jetzt entspannt sich die Lage. Gutachter und Geologe Rasso Burmiller, der gleich nach der schlimmen Nacht in Rottach-Egern vor Ort die Untersuchungen aufnahm, hat den Krater bereits am 22. November freigegeben, wie Stefan Staudinger am Dienstagabend im Rottacher Gemeinderat berichtete. Eine Woche später hätten die Bauarbeiten begonnen: Der Kanal wurde verlegt, in 1,65 Metern Tiefe wurde zudem ein Geogitter und darauf die Wasserleitungen verlegt. „Dann wurde der Kies in Lagen von jeweils 30 Zentimetern verdichtet und immer wieder nachgemessen, ob sich was bewegt.“ Darüber kamen in 60 Zentimetern Tiefe Leerrohre für Kabel, Strom und Kabelfernsehen. Bis morgen, Freitag, soll das Aufkiesen geschafft sein. Dann werden erneut Messungen vorgenommen. Am Montag, so das Ziel der Gemeinde, soll eine Notfahrbahn für den Verkehr freigegeben werden. Im Frühjahr soll das Provisorium dann verschwinden, ein Ingenieur-Büro wurde am Dienstag beauftragt.

Staudinger bedankte sich beim Geologen, der alles auf die Schnelle abgewickelt habe, und auch bei den Firmen. Vize-Bürgermeister Josef Lang (CSU) übte allerdings Kritik an Kabel Deutschland, die sich anfangs nicht um Beschwerden von Anwohnern gekümmert hätten.

Wer kommt für den Schaden auf? Rottach-Egern hat inzwischen rund 100 000 Euro ausgegeben. „Es ist noch alles im Schweben“, sagt Geschäftsleiter Gerhard Hofmann auf Nachfrage. Mehrere Versicherungen werden wohl zahlen müssen. Auch für die Risse an den Häuserfassaden ringsum. „Größere Schäden“, so Hofmann, „habe es glücklicherweise wohl nicht gegeben.“

gr

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