Parkdruck entlang der Straße: Wegen der Parkgebühr auf dem Parkplatz der Wallbergbahn weichen viele Autofahrer auf die Wallbergstraße aus.
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Parkdruck entlang der Straße: Wegen der Parkgebühr auf dem Parkplatz der Wallbergbahn weichen viele Autofahrer auf die Wallbergstraße aus.

Kontrollen angekündigt

Kurzzeit-Parkzone am Wallberg: Fahrzeuge dürfen nur zwei Stunden an der Straße stehen

  • Christina Jachert-Maier
    vonChristina Jachert-Maier
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An der Wallberg-Talstation gibt‘s Bezahl-Parkplätze, die manchem zu teuer scheinen. An der Straße ist das Parken künftig aber nur sehr eingeschränkt erlaubt.

Rottach-Egern - Die Wallbergbahn darf wegen der Corona-Pandemie nicht fahren. Den Parkplatz an der Talstation steuern trotzdem viele Ausflügler an. Weil die keine Kunden sind, verlangt die Bergbahn nun eine Parkgebühr von fünf Euro. „Das führt zu einem gewissen Ausweichverhalten“, erklärte der Rottacher Bürgermeister Christian Köck (CSU) im Gemeinderat.

Regelung mit Kontrollen durchsetzen

Um die Gebühr zu umgehen, stellen viele Ausflügler ihr Auto an der Wallbergstraße ab. Um die Situation zu entspannen, weist die Gemeinde dort nun zehn bis zwölf Kurzzeitparkplätze aus. Nicht länger als zwei Stunden dürfen Fahrzeuge im Bereich zwischen der Fliegerhütte und der Bushaltestelle Trinis künftig stehen bleiben. Diese Regelung werde die Gemeinde mit Kontrollen durchsetzen, versicherte Köck: „Sonst ist das ein zahnloser Tiger.“

Den entsprechenden Vorschlag hatte das Verkehrsreferat der Gemeinde auf Anregung von CSU-Gemeinderätin Alexandra Wurmser erarbeitet. Sie betreibt den Gasthof Alpenwildpark an der Wallbergstraße und ist damit nah dran am Geschehen. Die Idee, die Parkzeit zu begrenzen, hieß Wurmser für gut: „Das sollten wir probieren.“

Kurzzeit-Ticket für Spaziergänger

Die Kurzzeit-Zone kommt Spaziergängern entgegen, die nur eine kleine Runde laufen wollen. Ihnen bleibt es erspart, ein Tagesticket zu kaufen. Für Ausflügler, die zu einer ordentlichen Bergtour aufbrechen wollen, sind die Stellplätze abseits des Bezahl-Parkplatzes dann aber keine Option mehr.

Dass mancher sein Fahrzeug wendet, wenn er den Parkwächter an der Bergbahn erblickt, hat auch Stefan Niedermaier (Blitz) schon beobachtet. Seine Feststellung: „Je größer das Auto ist, desto eher drehen sie um und schauen, wo sie ihre 500 PS günstiger abstellen können.“

Wer einen Parkplatz will, muss früh aufstehen

Georg Höß (FW) überlegte allerdings, ob es nicht an Kaiserwetter-Tagen, an denen auf dem Bergbahn-Parkplatz schlicht nichts mehr frei ist, Ausnahmen geben sollte. Vielleicht könne die Gemeinde auf die Strafgebühr für eine überlange Nutzung der Kurzzeit-Parkplätze an solchen Spitzentagen verzichten, meinte er. Schließlich hätten die Ausflügler sonst keine Chance, ihr Auto abzustellen.

Köck schüttelte energisch den Kopf. Wer einen Parkplatz am Wallberg wolle, müsse eben früh vor Ort sein. Wenn der Parkplatz voll sei, sei er eben voll. Den Oberlandlern gehe es in München ja auch nicht anders, merkte Niedermaier an: „Wenn wir in den Tierpark wollen und keinen Parkplatz mehr kriegen, müssen wir auch umdrehen.“ Der Beschluss, die zeitliche Beschränkung einzuführen, fiel einstimmig.  

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